Schülerreise nach BerlinSehenswertes
Um einen Überblick über die Sehenswürdigkeiten Berlins zu erhalten,
empfiehlt es sich eine geführte Stadtrundfahrt gleich zu Beginn des Aufenthalts
einzuplanen. Danach geht's auf Schusters Rappen in Verbindung mit Bus und
Straßenbahn zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten:
Kurfürstendamm
Die weltbekannte insgesamt 3,5 km lange und über 53 m breite
Straßenflucht, die heute vom Breitscheidplatz bis zum Rathenauplatz führt,
wird von den Berlinern salopp "Ku'damm" genannt. Er ist der
Vergnügungsboulevard schlechthin, mit seinen Warenhäusern, Fachgeschäften,
eleganten Boutiquen, zahlreichen Hotels, Restaurants, Cafes, Bars, Kinos und
Theater. Hier wo Straßenverkehr und Besucherstrom meist erst nach Mitternacht
abflauen, gibt es keine Sperrstunde. Dem "Ku'damm", heute noch immer
die pulsierende Achse im Westen von Berlins, konnte den weltstädtischen Glanz
von einst nur unvollkommen wiedergegeben werden. Fast annähernd die Hälfte der
einstigen Prachtbauten wurden während des Zweiten Weltkriegs gänzlich
zerstört, der Rest mehr oder weniger stark beschädigt.
Bei einem Gang über den Ku'damm, könnte der Anfangspunkt an einer Stelle
zwischen Adenauerplatz und Uhlandstraße liegen und zum Breitscheidplatz
führen. Hier befindet sich die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche
Die alte neoromanische Kaiser-Wilhelm-Kirche, die 1891 - 1895 erbaut
wurde- fiel am 23. November 1943 einem Bombenangriff zum Opfer. Jahre
nach dem Zweiten Weltkrieg wurde beschlossen, dass der stehen gebliebene
Turmrest in den neuen Baukomplex einbezogen wird. So entstand ein blauverglastes
Oktogon mit Flachdach und ein sechseckiger Turm. In der Turmruine befindet sich
eine Gedenkhalle als Ort der Mahnung gegen Krieg und Zerstörung verbunden mit
dem Ruf nach Versöhnung. Im Mittelpunkt stehen eine Christusfigur aus der
einstigen Kirche und ein Nagelkreuz aus der Kathedrale von Coventry, die im
Zweiten Weltkrieg von deutschen Bomben zerstört wurde.
Ebenfalls am Breitscheidplatz befindet sich das Europa-Center,
mit einer Höhe von 86 m, erbaut von 1963 - 1965 anstelle des
ehemaligen "Romanischen Cafes" ."Pepper' s Manhattan" bietet
etwa 100 Läden, Boutiquen und Restaurants Platz. Vom Restaurant
"i-Punkt" mit seiner Aussichtsplatte genießt man eine großartige
Rundsicht auf die City. Außerdem befinden sich hier 5 Uraufführungs-Kinos,
eine Multivisions-Show über die Geschichte Berlins, das Kabarett "Die
Stachelschweine" , ein Revuetheater sowie eine 13 m hohe
"Wasseruhr" , das Verkehrsamt und die Touristeninformation.
Die Tauentzienstraße setzt den Kurfürstendamm fort und man erreicht so den
Wittenbergplatz mit dem berühmten KaDeWe
(Kaufhaus des Westens) das bekannteste Warenhaus Berlins. Es zählt zu den
größten seiner Art in Europa. 1907 eröffnet, nunmehr zum Hertie-Konzern
gehörend, brannte es im Zweiten Weltkrieg völlig aus, wurde wieder aufgebaut
und am 3. Juli 1950 wiedereröffnet. Am 1. Verkaufstag strömten ca. 18000
Kunden durch die Eingangstüren! Die Verkaufsräume befinden sich auf 7 Etagen,
die Verkaufsfläche betragt 43000 qm. Die Stockwerke sind durch 21
Fahrstühle und 44 Rolltreppen verbunden. Der tägliche Wasser- und
Elektrizitätsverbrauch entspricht der einer Kleinstadt.
Die Siegessäule mit
ihrer goldenen Viktoria ist eines der markantesten Wahrzeichen Berlins, welches
die Geschichte der Stadt auf eindrucksvolle Art wiederspiegelt. Als
Nationaldenkmal der "Einigungskriege" wurde sie ursprünglich auf dem
Königsplatz (dem heutigen Platz der Republik vor dem Reichstag) nach Plänen
von Heinrich Strack 1864–73 errichtet, um des Sieges im preußisch-dänischen
Krieg zu gedenken. Nach weiteren Siegen über Österreich und Frankreich wurde
die Säule mit der 8,3 Meter hohen goldenen Viktoria – von den Berlinern bald
"Goldelse" genannt – von Ferdinand Drake gekrönt. Während des
Nationalsozialismus wurde die Siegessäule um eine vierte Trommel erhöht, so
dass sie nun eine Gesamthöhe von 67 Metern besitzt. 1938/39 ließ man zudem
für die Umgestaltung der "Reichshauptstadt Germania" das Denkmal auf
den Großen Stern inmitten des »Tiergartens versetzen. Die Aussichtsplattform
auf der Säule bietet einen wunderbaren Panoramablick über die Stadt.
Das Reichstagsgebäude am
Platz der Republik (ehemals Königsplatz) entstand 1884-94 nach Plänen des
Frankfurter Architekten Paul Wallot. Der Bau eines angemessenen Gebäudes für
den Deutschen Reichstag war mit der Gründung des Deutschen Reichs im Jahr 1871
notwendig geworden. Nach zehnjähriger Bauzeit konnte das sechsgeschossige, im
Stil der italienischen Renaissance errichtete Haus am 5.12.1894 feierlich
eingeweiht werden. In der Folgezeit entwickelte es sich zu einem exponierten
Schauplatz politischer Vorgänge: Der sozialdemokratische Abgeordnete Philipp
Scheidemann rief am 9.11.1918 von einem Fenster des Zeitschriftenlesesaals die
Republik aus; heftige Auseinandersetzungen zwischen Kommunisten und
Nationalsozialisten gingen während der Weimarer Republik mit dem öffentlichen
Votum für einen Abriß des symbolbeladenen Gebäudes einher. Am 27.2.1933 fiel
ein Teil des Reichstags einem bis heute unaufgeklärten Brandanschlag zum Opfer
("Reichstagsbrand"). Nach provisorischen Aufräumungsarbeiten 1935
nutzte die NS-Regierung das Haus nurmehr zur Vorführung von Propagandafilmen.
1961-71 baute man das Haus nach Plänen des Berliner Architekten Paul
Baumgarten in vereinfachter Form wieder auf; eine parlamentarische Nutzung war
jedoch durch ein Verbot der Alliierten nicht möglich. Zudem hatte der Verzicht
auf den Wiederaufbau der im Krieg beschädigten, 1954 gesprengten Kuppel und des
Figurenschmucks im Dachbereich das Erscheinungsbild des Gebäudes, das auch im
Innern grundlegend umgestaltet worden war, stark verändert. Erst nach der Wende
beschloß der Deutsche Bundestag, das ungenutzte Gebäude als seinen
zukünftigen Sitz auszubauen. Die Umbauarbeiten wurden nach Plänen des Briten
Sir Norman Foster, der den Bau wieder mit einer modernen Glas- und Stahlkuppel
ausstattete, im Juli 1995 begonnen. Im Mai 1999 ist das renovierte Gebäude als
Parlamentsgebäude des Deutschen Bundestags bezugsfertig geworden.
Die Glaskuppel ist binnen kürzester Zeit zum neuen Wahrzeichen der Stadt
geworden: sie kann - im Gegensatz zu den Parlamentsräumlichkeiten - täglich
von 8-24 Uhr besichtigt werden und bietet einen ausgezeichneten Blick über den
Tiergarten, Unter den Linden und den Potsdamer Platz.
Von hier aus gelangt man in wenigen Minuten zu Fuß am einstigen Verlauf der Berliner
Mauer zum
Brandenburger Tor. Die mehrmals erneuerte
Berliner Mauer hatte eine Gesamtlänge von rund 155 km, wovon 43,1 km
auf den innerstädtischen Bereich und 111,9 km auf die Grenze zwischen
West-Berlin und dem DDR-Bezirk Potsdam entfielen. Die Sperranlage bestand aus
der eigentlichen Mauer in einer Länge von 111 km (oben befand sich ein
dickes Betonrohr), einen Metallgitterzaun von 55 km Länge, sowie 293
Beobachtungstürmen, 57 Bunkern und einem ca. 10 m breiten,
beleuchteten "Todesstreifen II mit Hundelaufanlagen, Patrouillenweg und
einem Kontaktzaun, der bei Berührung akustische- und Lichtsignale auslöste,
sowie einem 100 m breiten Sperrgebiet. 55 Straßen wurden durch die
Mauer abgeschnitten. Bei Fluchtversuchen verloren über 70 Menschen Ihr Leben,
weit über 100 wurden durch Schusswaffengebrauch verletzt, über 3000 Festnahmen
wurden beobachtet. Einer Vielzahl von Menschen gelang jedoch die Flucht.
Nach Öffnung der Grenzen im Jahr 1989 ist die Mauer nahezu gänzlich aus
Berlin verschwunden, den einstigen Verlauf kann man vielfach nur erraten.
Erhalten geblieben sind bislang ein Stück am "Checkpoint Charlie",
ein von "Mauerspechten" bearbeitetes Stück an der
Niederkirchnerstrasse beim Martin-Gropius-Bau, ein einschließlich der
Grenzanlagen erhaltener längerer Abschnitt an der Bernauer Straße im Bezirk
Wedding und schräg gegenüber dem Reichstag am Humboldthafen ein weiteres
Stück, auf dem die Maueropfer gezählt sind.
Der monumentale Sandsteinbau des Brandenburger
Tores sollte der Prachtstraße "Unter
den Linden" nach Westen hin ein würdiger architektonischer Abschluss
verleihen. Das klassizistische Bauwerk, entstanden in den Jahren
1788 - 1791 auf Anordnung von König Friedrich Wilhelm II,
erhielt eine Höhe von 26 m, eine Breite von 65,50 m und eine Tiefe
von 11 m. Das prächtige Tor besteht aus fünf Durchfahrten, sowie südlich
und nördlich zum Pariser Platz angelagerte Flügelbauten. Viele Aufmärsche und
Paraden sah das Tor: 1806 Einzug der französischen Truppen, 1864, 1866 und 1871
Triumphmärsche aus Anlass der Siege über Dänemark, Österreich und
Frankreich. 1914 zog die Berliner Garnison feierlich durch das Brandenburger
Tor. Am 30. Januar 1933 marschierte die SA in einem großen Fackelzug
anlässlich der Machtübernahme Hitlers durch das Tor. Im zweiten Weltkrieg
wurde das Tor schwer beschädigt. Nach dem Beginn des Mauerbaues wurde das
Brandenburger Tor zum Symbol der zweigeteilten Stadt.
Nun befindet man sich auf dem Pariser Platz. Hier beginnt die Prachtstraße Unter
den Linden. Die etwa 1400 m lange und
60 m breite Straße führt vom Pariser Platz zum Lustgarten, vorbei an der
ehern. Deutschen Staatsbibliothek, die Humboldt-Universität, mit dem
Reiterdenkmal Friedrichs des Großen in der Straßenmitte davor und der
Deutschen Staatsoper gegenüber. Weiter geht es vorbei an der Neuen Wache, das
die DDR-Führung als Mahnmal für die Opfer des Faschismus und Militarismus
gestalten ließ. Nach Entfernung sozialistischer Symbole besteht das Mahnmal
weiter. Und schließlich geht man am Zeughaus, einer der schönsten erhaltenen
Bauten des alten Berlin, mit dem Kronprinzenpalais gegenüber vorbei. über die
Schlossbrücke erreicht man den Lustgarten und den Marx-Engels-Platz, der vom
Dom und vom Palast der Republik beherrscht wird. Nach Überquerung der Spree
über die Rathausbrücke liegt rechts das Nikolaiviertel.
Vom Nikolaiviertel ist es am Roten Rathaus und der Marienkirche vorbei nicht
weit bis zum Fernsehturm und zum anschließenden Alexanderplatz,
dem Zentrum des Ostteiles von Berlin. Der Fernsehturm,
von den Berlinern "Telespargel" genannt, ist das höchste Gebäude der
Stadt und gehört zu den Hauptattraktionen Berlins. Erbaut wurde der Turm nach
Plänen eines Architektenteams 1965–69. Das Mitglied der World Federation of
Great Towers besteht aus einem 250 m hohen Stahlbetonschaft sowie einer
Turmkopfkugel aus Edelstahl, in der sieben Geschosse untergebracht sind. Hier
bietet das Telecafé. Es bietet einen atemberaubenden Blick über die Stadt. Das
um die eigene Achse rotierende Café benötigt 30 Minuten für eine Drehung. Die
Spitze des Turmes bildet die 118 m lange Fernsehantenne.
Am 2. Oktober 1998 wurde der größte Teil der neuen Bebauung auf dem
Daimler-Benz-Areal am Potsdamer Platz eröffnet. Das Herzstück bildet eine
dreigeschossige Einkaufspassage nach dem Vorbild amerikanischer Malls mit dem
Namen Potsdamer Platz
Arkaden. Allerdings befinden sich diese
"Arkaden" keineswegs am Potsdamer Platz. Der berühmte Platz selbst
liegt etwa 200 Meter entfernt und ist heute vor allem wieder das, was er auch
vor dem Zweiten Weltkrieg war: eine große Straßenkreuzung mit starkem Verkehr.
Die einzigen beiden Gebäude des Daimler-Areals, die wirklich direkt am
Potsdamer Platz stehen, warten noch auf ihre Fertigstellung. Die zwei
Bürohochhäuser werden sich über dem unterirdischen Regionalbahnhof Potsdamer
Platz erheben, dessen Rohbau zunächst fertiggestellt werden mußte. Bei den
weiteren Großinvestoren am Potsdamer Platz sind hingegen noch alle Gebäude im
Bau oder zum Teil noch nicht einmal begonnen. Der Sony-Center soll 1999/2000
eröffnet werden und die A+T-Parkkollonaden werden zunächst nur in reduziertem
Umfang verwirklicht.
Eine Reihe vermeintlicher oder tatsächlicher Superlative haben den Mythos
des Platzes mitbegründet: Ab Ende des 19. Jahrhunderts soll es sich um den
lebendigsten Platz mindestens der Stadt gehandelt haben. Mit Beginn der
zwanziger Jahre wurde er zum verkehrsreichsten Platz Europas; nach Kriegsende
als Dreisektoreneck zum zentralen Schwarzmarktplatz. Der Bau der Mauer machte
den Potsdamer Platz zu einem Teil des "Todesstreifens" und damit
sicher zu einem der leblosesten innerstädtischen Plätze der Welt. Nach dem
Mauerfall schließlich wurde er zur größten Baustelle Europas erklärt.
Zu den Nutzungen des neuen Viertels gehören ein großer Anteil von
Büroflächen, zahlreiche Unterhaltungsangebote, relativ wenige Wohnungen sowie
Geschäfte mit einer auch andernorts in Berlin zu findenden Angebotspalette.
Weitere Berliner Sehenswürdigkeiten
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung
Hier werden 1500 Kunst- und Kulturwerke des alten Ägyptens aus der Zeit von
5000 v. Chr. bis 300 n. Chr. gezeigt; u. a. die 1912 von
deutschen Archäologen in Tell el - Amarna ausgegrabene
Kalksteinbüste der Königin Nofretete.
Die weltberühmte, zwischen Spree und Kupfergraben gelegene Museumsinsel
ist das älteste Berliner Ausstellungszentrum. Auf ihr befindet sich das Alte
Museum, das Neue Museum, die Nationalgalerie, das Kaiser-Friedrich-Museum, das
heutige Bodenmuseum, sowie das Pergamonmuseum. Unter der Leitung von Wilhelm von
Bode gelangten die Sammlungen auf der Museumsinsel zur Weltgeltung. Im Zweiten
Weltkrieg wurden die Gebäude der Insel zu etwa 70% zerstört. Die vorher
ausgelagerten Kunstgegenstände hatten den Krieg zum Großteil überstanden,
jedoch um den Preis, dass sie im geteilten Berlin verstreut waren. Ein
zukünftiger Schwerpunkt auf der Museumsinsel wird die Archäologie sein.
Botanischer Garten
Der deutsche Botaniker Adolf Engler schuf hier einen der größten und auch
bedeutendsten botanischen Garten der Erde. Auf einer Fläche von rund 42 ha
finden sich über 18000 Pflanzenarten, die nach wissenschaftlichen
Gesichtspunkten einzelnen Abteilung zugeordnet sind. Auf dem Gelände befinden
sich 16 Gewächshäuser, darunter das große Tropenhaus mit einer Länge von 60
m, einer Breite von 30 m und einer Höhe von 25 m, sowie einen
480 qm. großen Teich.
Schloss Charlottenburg
Im Jahre 1695 wurde mit dem Bau des kleinen Lustschlosses für die Kurfürstin
Sophie Charlotte, Gemahlin des Kurfürsten Friedrich III., begonnen. Der
vorspringenden Mittelrisalit wurde in die Front eingefügt, um Raum für den
fast 50 m hohen Kuppelturm zu gewinnen, der zum Wahrzeichen des Schlosses
wurde. Durch weitere Anbauten präsentierte sich das Schloss schließlich in
einer Länge von 505 m. Um 1788 entstand auch das Teehaus Belvedere im
Schlosspark. Bei einem Luftangriff am 23.11.1943 wurde die gesamte Anlage schwer
beschädigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde mit großen Mühen und Kosten das
Schloss restauriert. Schloss und Schlosspark sind der Öffentlichkeit
zugänglich. Das Schloss beherbergt neben den Historischen Räumen das Museum
für Vor- und Frühgeschichte sowie die Galerie der Romantik der neuen
Nationalgalerie. Im Schlosspark sind der Schinkel-Pavillon, das Belvedere und
das Mausoleum zu besichtigen.
Der Savignyplatz
ist ein Schmuckstück, das bereits am Ende des vorigen Jahrhunderts entstanden
ist. Bänke unter alten Bäumen, kleine Läden, unterschiedliche Restaurants,
Straßen, die sternförmig von dem Platz ausgehen, sorgen für seine Urbanität.
Das Dahlem-Museum beherbergt
die Ausstellungsstücke der Gemäldegalerie, Kupferstichkabinetts, der Museen
für Indische, Islamische Ostasiatische Kunst sowie das Museum für Völkerkunde
und Skulpturensammlung.
Der Berliner Dom
wurde in den Jahren 1894- 1905 erbaut und ist ein Zentralbau in den
neubarocken Formen des Historismus. Die Kuppel weist eine Scheitelhöhe von
74,8 m auf, die älteste Glocke stammt aus dem Jahre 1532. Der Sakralbau
von 116 m Höhe, 114 m Länge und 73 m Tiefe wurde im Krieg
schwer zerstört, und bis 1982 wiederhergestellt.
Der Gendarmenmarkt ist
wohl der schönste und harmonischste Platz Berlins. Er wird beherrscht von drei
monumentalen, ein geschlossenes Ensemble bildenden Bauten: dem Schauspielhaus,
dem Französischen Dom
und dem Deutschen Dom.
Auch dieser Platz wurde während des Zweiten Weltkrieges zerstört, und noch zu
DDR-Zeiten in jahrelanger Wiederaufbauarbeit seiner alten Gestalt wiedergegeben.
Der 32 qkm große Forst Grunewald
liegt östlich zwischen Heerstraße und
Wannsee. Er besitzt artenreiche Vogel- und Wildbestand, z. B. Damwild, Rehwild,
Wildschweine und Muffelwild.
Bei einer Dampferfahrt
auf einem der 165 km langen Wasserwege kann man Berlin von einer ganz
anderen Seite kennenlernen.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Potsdam
sind das Schloss und Park
Sanssouci sowie Schloss
Cecilienhof und Neuer
Garten. Potsdam ist einer der bedeutendsten
Barockstädte Deutschlands. Geschichte geschrieben wurde in der Stadt am
"Tag von Potsdam" , den 23. März 1933, an dem die Vertreter des
alten Kaiserreiches und die Nationalsozialisten das Ende der Weimarer Republik
besiegelten, und im Sommer 1945 mit dem Potsdamer Abkommen.
Die eigentliche Attraktion Potsdams ist der Park
von Sanssouci mit seinen Anlagen und
Bauwerken. Über sechs Weinbergterrassen erhebt sich das
"Traumschloss" (Sans Souci = ohne Sorgen) von Friedrich dem Großen.
Das eingeschossige Gebäude ist 97 m lang und 12 m hoch, mit einer
mächtigen grünen Mittelkuppel und gelb verputztem Mauerwerk im Stil des
Rokoko. Auf der Gartenseite stützen 35 gewaltige Karyatiden das Gesims, die
Hoffront umschließt eine halbrunde Kolonnade aus 88 doppelgereihten
korinthischen Säulen vor einem künstlich aus antiken Elementen
zusammengesetzten "Ruinenberg".
Oranienburg
Schon im März 1933 errichteten die Nationalsozialisten in einer Oranienburger
Brauerei ein erstes Konzentrationslager. Diesem folgte 1936 im Vorort Sachsenhausen
ein Arbeits- und Vernichtungslager, von dessen über 200000 Häftlingen mehr als
die Hälfte ermordet wurden. Auch die sowjetische Besatzungsmacht internierte
hier politische Gegner. In den Jahren 1958 - 1961 ist das KZ-Gelände
zu einer internationalen Gedenkstätte umgestaltet worden. Deren zentraler Ort
ist ein hoher Turm mit dem Museum des europäischen antifaschistischen
Freiheitskampfes.
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