Landschulheime an der Ostsee

Sehenswertes:

Die historische Kultur-Stadt Schleswig hat 26.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Sie liegt im Zentrum Schleswig-Holsteins in landschaftlich reizvoller Lage an der Schlei. Schleswig ist "kulturelles Zentrum" der Region und des Landes Schleswig-Holstein und bietet mehr als kleine Fischerhäuser : Der Wikingerturm aus den 70er Jahren ist vor allem eines : überragend. Weltberühmtes Kunstwerk im Inneren des Domes ist der Bordesholmer Altar, der 1514 - 21 von Hans Brüggenmann geschnitzt wurde, ein Meisterwerk mit 392 Figuren und einer Höhe von 16 m. Dieser wurde vor kurzem restauriert.

Schloß Gottorf, idyllisch auf einer Insel in der Schlei, einem Meeresarm der Ostsee, gelegen, ist ein Gesamtkunstwerk: Allein das prächtige Bauwerk aus der Zeit der Renaissance und des Barock – der größte Profanbau Schleswig-Holsteins – und der sogenannte Fürstengarten mit dem Herkulesteich und der großen Wasserkaskade lohnen einen Besuch. Das Schloß – seit 50 Jahren Sitz der Landesmuseen – beherbergt darüber hinaus die bedeutendsten Sammlungen zur Kunst, Kultur und Archäologie in Nordeuropa. Von gotischer Skulptur und Renaissance - Malerei, über die Barockgalerie bis zum Biedermeier und Jugendstil führt der erlebnisreiche Streifzug durch die Kulturgeschichte vom 11. bis zum 20. Jahrhundert. 
Als Zentrum moderner und zeitgenössischer Kunst ist Schloß Gottorf von internationalem Rang. Es beherbergt beispielsweise eine der größten Ausstellungen zum deutschen Expressionismus. Das Archäologische Landesmuseum zählt mit über fünf Millionen Fundstücken zu den größten vor- und frühgeschichtlichen Sammlungen in Deutschland. Moorleichen, die Opferfunde aus Nydam und Thorsberg sowie das älteste hochseetüchtige Ruderboot Nordeuropas – das Nydamboot (4. Jhd.) – gehören zuden Höhepunkten der Ausstellungen.

Das 1985 eröffnete Wikinger Museum Haithabu, heute unter dem Dach der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen, ist der Archäologie und Geschichte der Siedlung Haithabu gewidmet. Es liegt in unmittelbarer Nähe der historischen Stätte, die in der Wikingerzeit einer der bedeutendsten Siedlungsplätze Nordeuropas war. Das Leben in diesem Ort, der noch heute von einem mächtigen Halbkreiswall umschlossen wird, trug bereits Merkmale des Lebens in einer frühmittelalterlichen Stadt. Anhand archäologischen Fundmaterials informiert die Schausammlung des Museums umfassend die Themen Haushalt, Bebauung, Verteidigung, Bekleidung, Ernährung und Bestattung sowie Religion, Schrift, Handel, Handwerk und Stadtentwicklung durch die Kombination von Funden, Rekonstruktionen, Modellen und Texten ausführlich und anschaulich behandelt. In der Schiffshalle wird das im Hafen von Haithabu gefundene Langschiff vor den Augen der Besucher wieder aufgebaut.

Der Nordostseekanal - auch Kaiser-Wilhelm-Kanal genannt - verbindet seit über 100 Jahren auf einer Strecke von ca. 100 km die Nordsee mit der Ostsee und erspart den Seeweg um das stürmische Skagerak. Der NO-Kanal ist eine der meistbefahrenen Wasserstraßen der Welt. Entlang des Kanals sind kilometerlange Rad- und Wanderwege gebaut worden.

Marine-Ehrenmal in Laboe

Die weithin sichtbare Silhouette seines 85 Meter über der Ostsee aufragenden Turms prägt das Gesicht der Kieler Außenförde. Zwei Fahrstühle oder 341 Stufen führen zu einer Aussichtsplattform, von der aus sich ein einzigartiger Rundblick über Land und Meer öffnet.

Ursprünglich dem Gedächtnis der im Ersten Weltkrieg gefallenen Angehörigen der Kaiserlichen Marine gewidmet, wurde das Ehrenmal nach erneuter Übernahme durch den DMB am 31. Mai 1954 zur Gedenkstätte für die auf den Meeren gebliebenen Seeleute aller Nationen und zugleich zum Mahnmal für eine friedliche Seefahrt auf freien Meeren gewidmet.

Bei 5,7 Hektar Gesamtfläche – nahezu der Größe von acht Fußballfeldern – gehören zu der Anlage neben dem markanten Turm eine unterirdische Gedenkhalle, ein Dokumentationszentrum mit zahlreichen Schiffsmodellen und anderen marine- und schiffahrtsgeschichtlichen Exponaten sowie eine 7000 qm große, mit Wesersandstein belegte Freifläche.

Mit der Aufstellung des Weltkrieg-II-U-Bootes "U-995" als ein historisch-technisches Museum im März 1972, bei dessen Besichtigung der Besucher Härte, Leid und Schrecken von Seekriegseinsätzen hautnah nachempfinden kann, wurden Gedanken und Ziele der Erbauer des Marine-Ehrenmals ergänzt.


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