Gruppenreisen nach Florenz
Gruppenreisen in die Metropolen Europas hinterlassen bleibende Eindrücke bei
Schülerreisen. Die erlernten Sprachkenntnisse können bei diesen Gruppenreisen
angewandt werden. Gerne unterbreiten wir Ihnen Komplettangebote für
Klassenfahrten, Gruppenreisen oder Studienreisen mit Anreise per Bus, Bahn oder
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Studienreisen, damit Ihr Aufenthalt zu einem stressfreien Erlebnis wird.
Sehenswertes in Florenz
Allgemeines:
Es gibt in unserer europäischen Kulturgeschichte keine Epoche, deren Geburt
zeitlich und örtlich so genau bestimmt werden kann wie die der Renaissance: Sie
ist in den ersten Jahrzehnten des 15. Jahrhunderts in Florenz
entstanden.
Deshalb ist eine Fahrt nach Florenz gleichbedeutend mit einem Eintauchen in
die Epoche, die unser modernes Europa entscheidend geistig beeinflußt hat.
In Florenz kommen wir an die Quellen, nur in Florenz haben wir wirklich einen
Zugang zu den Werken der Frührenaissance: die Stadt Florenz ist nur im Kontext
wirklich erfaßbar! In Florenz stehen alle anderen kulturgeschichtlichen Epochen
in direktem Zusammenhang mit der Renaissance, alles drängt entweder zu diesem
Ereignis hin oder leitet sich von diesem Ereignis ab. "Romantik"
verblaßt, im Gegensatz etwa zu Rom, in dieser Stadt zu einer Folgeepoche der
Rennaissance. Der "rote Faden", der den interessierten Besucher durch
die unermeßlichen Kunstschätze von Florenz leitet, orientiert sich am Werk der
vier weltberühmten Künstler, die für den Durchbruch dieser neuen Epoche
verantwortlich waren: Brunelleschi
in der Architektur, Donatello
in der Plastik, Ghiberti
in der Bronzegießerei und Masaccio
in der Malerei.
Vorangetrieben hat diese Entwicklung der Reichtum der Stadt, der durch
typisch toskanische Eigenschaften wie Realitätssinn, Nüchternheit und
Geschäftstüchtigkeit entscheidend gefördert wurde; ohne diese Eigenschaften
hätte sich auch das Kunstmäzenatentum der reichen Familien, allen voran die Medici,
nicht entwickeln können. So erlebt der Besucher in Florenz in der ganzen Stadt
immer wieder eine glasklare Rationalität, verbunden mit einer unerschöpflichen
künstlerischen Kreativität (die sich z. B. heute im Schaffen der
weltberühmten Modeschöpfer wie Gucci
oder Ferragamo
zeigt).
Auf der anderen Seite: Florenz, die Hauptstadt der Toskana, eingebettet in
einen Kranz von grünen Hügeln, die gekrönt sind von großartigen Villen... In
Florenz kann der Besucher, getragen von südlichem Lebensgefühl, eintauchen in
südliches Leben pur, sich verlieren in italienischer Lebensart... Es gibt in
Italien wohl keine andere Stadt, in der der Begriff "Kultur" so
stimmig auf den Besucher wirkt.
Ein Rundgang durch Florenz
Den ersten und besten Überblick über die Stadt gibt der
Piazzale
Michelangelo jenseits des Arno
hoch über dem Fluß; von dort sind es nur einige Schritte zur romanischen Kirche
San Miniato al Monte in beherrschender Lage
über der Stadt; mit ihrer für die florentinische
Protorenaissance typischen Fassade in Marmorinkrustation
ist sie ein wichtiger Meilenstein der kunstgeschichtlichen Entwicklung in
Florenz. Von hier ist es nicht allzu weit zur Kirche
Santa Croce, schon wieder diesseits des
Arno, der Hauptkirche der Franziskaner in Florenz; wiewohl ein wichtiges Werk
der Gotik, hat sie doch wieder viele Bezüge zur Renaissance: Sie ist die
Begräbniskirche zahlreicher bedeutender Florentiner, so liegen z. B. Michelangelo
und Macchiavelli
in ihr begraben; daneben sind in einer der Chorkapellen berühmte Fresken von Giotto,
des großen Wegbereiters der Renaissance, erhalten. Unmittelbar neben S. Croce
liegt in einem Kreuzgang ein erstes Kleinod der Frührenaissance, die Pazzi-Kapelle,
entworfen von Brunelleschi.
Mitten im Stadtzentrum liegen direkt nebeneinander das Baptisterium,
das zweite Hauptbeispiel der Protorenaissance in Florenz, und der Dom
S. Maria del Fiore: das Baptisterium
aus dem 11. Jahrhundert mit der herrlichen "Porta del Paradiso",
dem Meisterwerk des Lorenzo
Ghiberti aus dem frühen 15. Jahrhundert,
und dem unvergleichlichen Mosaikschmuck im Innern der Kuppel. Am Dom zeigt sich
die künstlerische Dichte von Florenz in beispielhafter Art: erster Baumeister
war noch im 13 Jh. Arnolfo
di Cambio, weltberühmt in seiner Zeit, Giotto
plante dann im 14. Jh. den 85 m hohen Campanile,
in 15. Jh. entwarf Brunelleschi in einem für die damaligen Zeit revolutionären
Konzept die Kuppel.
Direkt neben dem Dom warten im Dommuseum erstklassige Kunstwerke der
Renaissance, u. a. von Donatello, Luca
della Robbia, auf den Besucher; das
ergreifendste Werk in diesem Museum ist aber die unvollendete Pieta des greisen Michelangelo.
Am Rande der westlichen Altstadt liegt die zweite der großen Bettelordenskirchen
in Florenz, S. Maria
Novella mit einer Fassade, in der sich, ein
Meisterwerk des Leon
Battista Alberti, Romanik, Gotik und
Frührenaissance zu einer nahtlosen Sybthese vereinigen; den Chor der Kirche hat
Domenico Ghirlandaio,
einer der Lehrer Michelangelos, ausgemalt, im linken Seitenschiff findet man das
Dreieinigkeitsfresko von Masaccio,
das wegweisend für die Entwicklung der Zentralperspektive in der Malerei
geworden ist.
Vom Palazzo Vecchio,
nicht nur im Mittelalter, sondern auch heute noch politisches Zentrum der Stadt
mit seinem beherrschenden Uhrturm, sind es nur ein paar Schritte zu einem der
berühmtesten Museen der Welt, den Uffizien,
bereits von den Medici
für ihre private Kunstsammlung angelegt. In den Uffizien erwarten den Besucher
eine solche Fülle von Gemälden der berühmtesten Künstler, daß allein der
Besuch in dieser Gemäldegalerie wochenlang dauern könnte!
Nicht allzu weit weg von den Uffizien liegt der Bargello,
im Mittelalter als Palast des "Polizeipräsidenten" von Florenz erbaut
und heute Sitz eines weiteren Hauptmuseums von Florenz, in dem man wichtige
Werke von Michelangelo
und Donatello
vewundern kann.
Von hier erreicht man schnell Orsanmichele,
Kirche und Kornspeicher in der Vergangenheit mit bedeutenden Statuen u. a. von
Donatello an den Außenfronten.
Nächster Höhepunkt ist die Kirche
S. Lorenzo, gebaut nach einem Entwurf von
Brunelleschi; die Sacrestia
Vecchia ist der erste Raum, der in Florenz
in dem neuen Stil der Renaissance erbaut wurde; in der Sacrestia
Nuova hat Michelangelo die weltberühmten
Mediceergräber geschaffen ("Tag" und "Nacht",
"Abend" und "Morgendämmerung"). Fast gegenüber von San
Lorenzo liegt der Palazzo Medici Riccardi
mit der "Cappella dei Magi", die Benozzo Gozzoli im 15. Jh. ausgemalt
hat.
Im Norden der Altstadt liegt ein weiterer Höhepunkt der Renaissancekunst in
Florenz:
Im Kloster San Marco
hat Fra Angelico seinen herrlichen Freskenzyklus
gemalt; das Bild der "Verkündigung" ist in aller Welt bekannt!
Ganz in der Nähe von San Marco liegt die Piazza
SS. Annunziata, an deren Längsseite
Brunelleschi das erste weltliche Gebäude der Renaissance in Florenz errichtet
hat, das Findelhaus "Spedale degli Innocenti".
Noch einige Schritte von der Piazza entfernt, in der Akademie, finden wir den
originalen David von Michelangelo, dessen Kopien überall in Florenz
präsentiert sind.
Über den Ponte Vecchio,
die einzige Brücke, die im zweiten Weltkrieg nicht zerstört wurde und seit
Jahrhunderten gesäumt ist von Goldschmiedeläden, erreichen wir "Firenze
Oltrarno", die Stadtviertel jenseits
des Arno, wo z. T. noch recht ursprünglich das Leben der einfachen Florentiner
erlebt werden kann; die Kirche
Santo Spirito ist ein frühes Meisterwerk
des Brunelleschi, in der Carmie-Kirche
hat der geniale, aber frühverstorbene Masaccio
in der Brancacci-Kapelle
sein Hauptwerk hinterlassen. Zum Abschluß des Rundganges durch diesen Teil von
Florenz warten in der Gemäldesammlung des Palazzo Pitti wieder ungezählte
Bilder von Weltgeltung; ein Gang durch die Boboli-Gärten,
von denen man einen Schönen Blick über die Stadt hat, mag den Tag
beschließen.
Wer ausruhen möchte von den "Strapazen" der Kultur, setze sich in
eines der vielen Cafes z. B. auf der Piazza
della Repubblica, Mittelpunkt des
"neuen" Florenz, und läßt seine Augen wandern... oder geht Einkaufen
auf dem Strohmarkt oder in einem der zahllosen Modegeschäfte... oder fährt
gegen Abend hinauf nach Fiesole und staunt über den Sonnenuntergang, der die
Domkuppel in ein unwirkliches Licht taucht...
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