Schulfahrten nach WienSchulfahrten in die Metropolen Europas
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Sehenswertes:
Wien, die Hauptstadt der Republik Österreich, liegt am Fuß
des Wienerwaldes, des nordöstlichen Ausläufers der Alpen, an der bis 285 m
breiten Donau, die hier in das Wiener Becken tritt und etwas 50 km stromabwärts
bei Bratislava die Landesgrenze zur Slowakei überschreitet. Die Lage an der
Kreuzung der Verkehrswege von der Ostsee zur Adria und vom Alpenvorland zur
ungarischen Tiefebene ließ Wien zum Tor und Austauschort der dort
zusammentreffenden Landschaften sowie zum natürlichen Mittelpunkt des aus
Alpen-, Sudeten-, Karpaten- und Donauländern bestehenden Habsburgerreiches
werden. Wien hat darüber hinaus den Status eines Bundeslandes. Als das
flächenmäßig zwar kleinste, jedoch am dichtesten besiedelte und am meisten
industrialisierte Bundesland ist Wien trotz seiner peripheren Lage in jeder
Hinsicht das politische, wirtschaftliche, geistige und kulturelle Zentrum des
Landes, zudem der Sitz eines katholischen Erzbischofs. Nicht zuletzt sind es die
historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten, die zahlreichen Ereignisse und
Veranstaltungen, die Wien zu einem der meistbesuchten Touristenziele haben
werden lassen. Dem kosmopolitischen, zugleich aber auch nostalgisch anmutenden
Flair dieser Weltstadt kann man sich ebenso wenig verschließen wie der Eleganz
der Wienerin.
Wien ist ein wahres Dorado für Spaziergänger, da die
Sehenswürdigkeiten eng beieinander liegen.
Die Donau berührt die Innere
Stadt heute nur mit dem Donaukanal. Das eigentliche Strombett wurde im alten
Stadtgebiet 1868-1877 befestigt und östlich mit einem 500 m breiten
Überschwemmungsstreifen versehen. Den Hauptstrom überschreiten zwei
Eisenbahnbrücken, ferner vier Straßenbrücken, zwei Röhrbrücken und zwei
Fähren. Unterhalb der Reichsbrücke begleiten noch weite Auen den Strom, die im
Prater zu einer Parklandschaft ausgestaltet, in der Lobau noch ziemlich
unberührt sind. Zwischen der Alten Donau, einem toten Flussarm, und dem
Hauptstrom ist im Donaupark der moderne Baukomplex der UNO-City errichtet
worden.
Der Stephansplatz vor dem Stephansdom
bildet das Zentrum der Wiener Innenstadt und ist heute eine beliebte
Fußgängerzone. Nach dem Bau einer U-Bahn wurde die große Fläche neu
gestaltet. Beim Bau der U-Bahn legte man die Fundamente einer Kapelle frei, die
zu einem früheren Friedhof gehörte. Unterhalb des als Karner verwendeten
Untergeschosses der Kapelle stieß man auf ein weiteres unterirdisches Gewölbe,
die Virgilkapelle. Interessante Häuser umgeben den
Stephansplatz, darunter der Domherrenhof und das Erzbischöfliche
Palais.
Auf dem Stephansplatz erhebt sich der Stephansdom,
der bedeutendste gotische Bau Österreichs. Er hat einen hochgotischen
Chor (1304-1340) und ein spätgotisches Langhaus (1359 bis um 1450), deren hohe
Steildächer mit bunten Glanzziegeln gedeckt sind. Seit 1722 ist der Dom
erzbischöfliche Kathedrale. Der in einheitlicher Verjüngung 137 m
emporsteigende Südturm, ist das Wahrzeichen Wiens.
In dem unvollendeten Nordturm befindet sich die "Pummerin", die
größte Glocke Österreichs. Das bedeutendste Kunstwerk im Mittelschiff ist die
spätgotische Kanzel mit den Büsten der vier Kirchenväter, geschaffen von
Anton Pilgram, am Kanzelfuß hat sich der Meister in der Pose eines
"Fensterguckers" selbst dargestellt. Von der nördlichen Turmhalle aus
gelangt man in die Katakomben. Den Mittelpunkt der Katakomben bildet die
Herzogsgruft, die Rudolf IV. 1363 für Mitglieder des Hauses Habsburg anlegen
ließ.
Vom Stephansplatz führt die Rotenturmstraße nordostwärts
zum Hohen Markt, einst Mittelpunkt des römischen
Vindobona und des frühmittelalterlichen Wiens. In seiner Mitte steht der
Josefsbrunnen der 1729-1732 von J. E. Fischer von Erlach d.J. errichtet
wurde. An der Ostecke des Platzes befindet sich an einer Verbindungsbrücke die
Ankeruhr, eine Kunstuhr von 1914, die um 12 Uhr ein Musikstück ertönen und
geschichtliche Figuren vorbeiziehen lässt.
Unweit von hier kommt man zur kleinen romanischen Ruprechtskirche,
die nach der Überlieferung die älteste Kirche Wiens sein soll. Turmunterbau
und Langhaus stammen aus dem 11. Jahrhundert.
Die Kapuzinerkirche, ein
schlichter Barockbau an der Westseite des Neuen Marktes, wurde mit dem Kloster
von Anna, der Gemahlin des Kaisers Matthias, gestiftet. An der Außenseite sieht
man ein Bronzestandbild des in der Kirche beigesetzten Markus von Aviano, des
Kapuzinerpredigers, der im Jahre 1683 feurige Reden gegen die Türken hielt. Im
Kloster ist der Zugang zur Kaisergruft, der Familiengruft der Habsburger seit
1633. Zur Kaisergruft steigt man die Treppe hinab.
Vom Albertinaplatz führt der Straßenzug in nordwestlicher
Richtung zum Schottentor. Die Augustinerkirche,
Teil eines ehemaligen Klosters, kehrt ihre schmucklose Ostseite der
Augustinerstraße zu. Sie erhielt 1850 einen neuen Turmhelm. Das Innere der
Augustinerkirche, einer einschiffigen gotischen Hallenkriche, besaß eine
Barockausstattung, die im 18. und 19. Jh. im Zuge einer Regotisierung entfernt
wurde.
Die Wiener Staatsoper am
Opernring wurde 1861 - 1869 in historisierenden Formen der französischen
Frührenaissance errichtet. Am 25. Mai 1869 wurde die neue Oper mit Mozarts
"Don Giovanni" eröffnet. Am 12. Mai 1945 fiel das Gebäude den Bomben
zum Opfer und brannte aus. Die Wiederaufbauarbeiten dauerten bis 1955. Die
Staatsoper, in der über 2000 Zuschauer Platz finden, nimmt eine umbaute Fläche
von 9000 qm ein.
Das Burgtheater wurde 1880 -
1886 von Semper und Hasenauer im Spätrenaissancestil errichtet und nach seiner
schweren Beschädigung im Zweiten Weltkrieg 1955 wiederhergestellt.
Westlich gegenüber dem Burgtheater liegen der Rathauspark
und der Rathausplatz. An der Westseite des
Platzes steht das monumentale neugotische Rathaus,
es hat sieben Höfe und einen 98 m hohen Turm. Das Wahrzeichen des Rathauses ist
der Rathausmann auf dem Turm. Das Rathaus beherbergt die Stadtbibliothek
und das Archiv der Stadt Wien.
Die Peterskirche ist eine
Nachbildung von St. Peter in Rom. Die Kirche, nach der Überlieferung 792 von
Karl dem Großen als spätromanische Anlage gegründet, wurde 1702 -1733 als
Zentralbau mit mächtiger Kuppel neu errichtet. Sie stellt in ihrer
Geschlossenheit und Ausgewogenheit eines der hervorragenden Werke des
österreichischen Barock dar.
Unweit nordwestlich vom Alten Rathaus erreicht man die
gotische Kirche Maria am Gestade, eine
ursprüngliche am Hochufer der Donau gelegene Schifferkirche. Mit ihrem schönen
durchbrochenen Kuppelhelm ist sie ein Wahrzeichen der nördlichen Altstadt. Im
Inneren der mehrfach restaurierten Kirche sind u.a. zwei gotische
Sandsteinfiguren und zwei gotische Tafelgemälde sehenswert.
Zu Wien gehört eine Vielzahl von Barockbauten. Hier seien
nur die bekanntesten aufgeführt:
Die beiden Belvedere-Schlösser,
unterteilt in das Obere und Untere Belvedere, wurden von dem großen Baumeister
Johann Lukas von Hildebrandt errichtet. Beide Schlösser sind durch einen auf
schmalem Geländestreifen ansteigenden Terrassengarten verbunden. Der
einzigartige Zusammenklang von Bauten und Landschaft macht das Belvedere zu
einer der schönsten Schöpfungen des Wiener Barock. Nach dem Tod des
unverheirateten Prinzen wurden die Einrichtung und die Kunstschätze verkauft.
Gebäude und Garten erwarb 1752 der kaiserliche Hof. Heute sind in den
Belvedere-Schlössern Museen untergebracht.
Die Karlskirche bezieht ihre
Wirkung von der weit ausladenden Fassade. Drei an sich völlig verschiedene
Bauelemente werden durch die gewaltige Kuppel zu einem harmonischen Ganzen
verbunden.
Der Josefsplatz ist zweifellos
der schönste Platz Wiens und vereint barocke und klassizistische Elemente. Auf
dessen Stirnseite erstrahlt der barocke Prachtbau der Nationalbibliothek, in
deren Innern sich einer der herrlichsten Bibliotheksäle überhaupt befindet.
Weiter bestimmt die Ringstraßenzeit das
Bild Wiens. Die Ringstraße ist ein Prachtboulevard mit 4 km Länge und einer
Breite von 57 m; er liegt rund um den historischen Stadtkern. Das kühne
Nebeneinander von antikisierenden und gotischen Elementen mit den an Renaissance
und Barock orientierten Formengut hinterlässt einen überwältigenden
Gesamteindruck.
Nach wie vor die Hauptstraße und Schlagader der Inneren
Stadt ist die Kärntner Straße, auch wenn die ganz
exklusiven Geschäfte langsam auf dem Rückzug sind.
Das große ehemalige Lustschloss
Schönbrunn liegt südlich des Wienflusses. Der prachtvolle Park steigt
den Hügel hinan zu dem luftigen Zierbau der Gloriette.
Ein weiträumiger Ehrenhof, von niedrigeren Gebäuden umgeben, ist dem Schloss
vorgelagert. Der Haupteingang, mit einem schönen schmiedeeisernen Gitter, liegt
gegenüber der Schlossbrücke, zwischen zwei Obelisken mit vergoldeten Adlern.
In der Mitte des Schlosshofes zwei Brunnengruppen, links von Johann Baptist
Hagenauer, rechts von Franz Anton Zauner. Die rechte vordere Ecke des Hofes
bildet das Schlosstheater, das 1766 von Ferdinand
von Hohenberg anmutig im Rokokostil ausgeschmückt wurde. Das Schloss, ein Bau
in ausgewogenem Barockstil mit stark vorspringenden Flügeln, wirkt trotz seiner
bedeutenden Ausmaße nicht unpersönlich, wozu die gelbliche Tönung der
Außenwände und die grünen Fensterläden beitragen. Am Mittelbau steigt eine
doppelarmige Freitreppe zum ersten Stock empor, unter welcher eine fünftorige
Durchfahrtshalle zum Park führt. Der Besitz, seit 1569 kaiserlich, wurde 1683
von den Türken verwüstet. Im Jahre 1694 entwarf J.B. Fischer v. Erlach d.Ä.
einen Plan, der in seiner Großartigkeit Versailles noch überbieten sollte.
Nach seinem zweiten gemäßigteren Entwurf, wurde das Schloss 1695 begonnen und
konnte, obgleich unvollendet, 1700 bereits bewohnt werden. Die Kaiserin Maria
Theresia hielt sich mit Vorliebe in Schönbrunn auf. 1805 und 1809 wohnte
Napoleon I. in dem Schloss, er ließ die vergoldeten Adler auf den
Eingangsobelisken anbringen und unterzeichnete hier 1809 nach der
österreichischen Niederlage bei Wagram den Frieden von Wien. Schloss
Schönbrunn war der Lieblingsaufenthalt des Kaisers Franz Josef I., der hier
1830 geboren wurde und 1916 starb.
Wien verfügt über eine schier endlose Liste von
Museen. Einige gehören sicherlich der absoluten internationalen Spitze
an:
Die Weltliche und Geistliche
Schatzkammer, die bedeutendste Sammlung von Herrschaftszeichen auf der
ganzen Welt. Das Kunsthistorische Museum umfasst
fünf Abteilungen, darunter die hervorragendste Gemäldesammlung der Welt.
Die Albertina, die über eine
beachtliche Graphiksammlung, darunter Meisterwerke von Leonardo da Vinci,
Michelangelo, Raffael, Dürer, Rubens, Rembrandt bis hin zu Klimt, Schiele und
Kokoschka verfügt.
Das Kunsthaus Wien ist ein Werk
von Friedensreich Hundertwasser, mit einer permanenten Ausstellung der Werke des
Meisters.
Im 3. Bezirk, Ecke Löwengasse/ Kegelgasse, entstand 1983 bis
1985 nach dem Entwurf des Künstlers Friedensreich
Hundertwasser eine Wohnhausanlage mit 50 Wohnungen.
Sie hat bunt bemalte Fassaden und zwei goldene Zwiebeltürme, kleine Bäume und
Sträucher beleben das Gebäude.
Im Südwesten der Innenstadt liegt die Hofburg.
Die gewaltige Anlage birgt die ehemaligen Kaiserapartments, verschiedene Museen,
eine Kapelle, eine Kirche, die Nationalbibliothek, die Winterreitschule und das
Bundeskanzleramt. Jahrhundertelang war die Burg ein Zentrum imperialer Macht,
dem jeder Kaiser seinen persönlichen Stempel aufprägte. Vom gotischen Stil bis
zum Historismus des späten 19. Jahrhunderts dokumentiert der aus rund zehn
Gebäuden bestehende Komplex sieben Jahrhunderte Baukunst. Von der Urania aus
gelangt man über die Aspernbrücke zur Praterstraße, die durch den Stadtteil
Leopolstadt nordöstlich zum Praterstern führt. Hier liegt der Eingang zum Prater,
einem ausgedehnten Park in den Donau-Auen. Im vorderen Teil befindet sich der
Volksprater, ein vielbesuchter Vergnügungspark. Gleich am Anfang des
Volkspraters steht das Wiener Riesenrad, ein Wahrzeichen der Hauptstadt. Es
bildet mit seiner Silhouette einen besonderen Anziehungspunkt für alle Besucher
der Donau- metropole. Das Praterrad wurde 1896/97 von dem englischen Ingenieur
Walter B. Basset errichtet. Und seit 1946 dreht sich das Riesenrad wieder, von
oben bietet sich ein Rundblick über die Stadt, den man sich nicht entgehen
lassen sollte.
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