Studienfahrten an die Italienische Adria
Studienfahrten mit "Meer und Kultur" können Studienreisen zum
unvergesslichen Gruppenerlebnis werden lassen. Das Ziel italienische Adria
bietet für Studienfahrten eine breitgefächerte Auswahl an Ausflugsmöglichkeiten.
Die Anreise ist sowohl mit Bus als auch mit der Bahn möglich. Gerne
unterbreiten wir Ihnen hierfür ein Angebot. Nutzen Sie unsere langjährige
Erfahrung für Studienfahrten, Studienreisen, Schülerreisen oder Klassenfahrten,
damit Ihr Aufenthalt zu einem stressfreien Erlebnis wird.
Verona
Fast jeder Besucher, der nach Verona kommt, landet als erstes
auf der Piazza Bra, der sich neben der Arena
befindet. Die Arena ist das berühmteste Freiluft
Opernhaus der Welt und hat in allen Stationen der Veroneser Geschichte
eine Rolle gespielt. Entstanden ist sie Anfang des ersten nachchristlichen
Jahrhunderts, ungefähr zur gleichen Zeit wie das Colosseum in Rom. Sie
verkörpert damit eines der frühesten Beispiele des aus der römischen
Architektur hervorgegangenen Bautyps des Amphitheaters. Die heutige Arena ist
138 m lang und 109 m breit - nach dem Colosseum in Rom und der Arena
in Capua -das größte aller erhaltenen antiken Amphitheater. Etwa 22.000
Zuschauer finden in Verona Platz, im Colosseum 50.000. Der große Unterschied
erklärt sich daraus, daß die Arena in Verona eigentlich eine Ruine ist, denn
ihre klassisch gegliederte Fassade aus monumentalen zweigeschossigen
Arkadenbögen war einst der unsichtbare Kern des Bauwerks, das von einer 30 m
hohen, dreigeschossigen Außenmauer aus sorgfältig bearbeiteten riesigen
Blöcken aus rosafarbenen Marmor umgeben war. Von dieser umlaufenden
Prunkfassade, die innen über Stützkonstruktionen weitere Sitzreihen trug,
stehen noch vier Achsen am nördlichen Rand der Arena.
Gegenüber der Arena erstreckt sich der Liston,
die berühmte Veroneser Promenade vor dem Arkadengang der historischen
Häuserfront, darunter der Palazzo Guastaverza-Malfatti,
im 16. Jh. nach Entwürfen Sanmichelis erbaut. Am oberen Ende des breiten
Gehsteiges steht man vor dem großen doppelbogigen Stadttor, dem Portoni
della Bra, daneben ein polygonaler Stadtturm, den die Visconti gegen 1400
einbauen ließen. Danach setzt sich die Befestigung als große, zinnengekrönte
Mauer fort. Auf der linken Seite der Portoni erstreckt sich der gewaltige Bau
der Gran Guardia, 1610-14 begonnen und mit Teilen
des Obergeschosses und dem prächtigen Treppenhaus 1853 fertiggestellt. Als
letztes großes Bauwerk auf der Piazza Bra ist die Gran Guardia Nuova 1835-43 an
deren Ostseite erbaut worden. An dieser Stelle stand bis dahin das Zentrum des
verrufenen Stadtrandviertels Sant'Agnese, welches
die österreichischen Besatzer abreißen ließen, um Platz für Ihren
klassizistischen Bau mit einem von Kolossalsäulen getragenen Giebelportikus zu
schaffen, in welchem ein Teil der habsburgischen Truppen stationiert war. Seit
1869 dient das Gebäude als Rathaus Veronas.
Von der Piazza Bra führt am
unteren Ende des Liston die Via Mazzini hinein in die mittelalterliche Stadt.
Dies ist die belebteste Straße von Verona, schmal und nur für Fußgänger,
gesäumt von erlesenen Geschäften in historischen Gebäuden, darunter der Palazzo
Da Lisca-Confalonieri, ein Prunkstück der Veroneser Frührenaissance des
späten 15. Jh.
Die alte Straße führt zur Piazza
delle Erbe, dem historischen Zentrum der Stadt. Das Zentrum der
Stadtrepublik Verona im 12. und 13. Jh. steht auf historischem Boden, denn
4 m unter der Erde liegen die Pflastersteine des römischen Forums. Die
Architektur des Platzes ist in klassischer Weise bestimmt von seiner Funktion im
politischen Leben jener Zeit. Rechts steht der mächtige Vierflügelbau des Palazzo
del Comune, überragt vom Wehrturm Torre dei
Lamberti, gegenüber die zinnengekrönte Casa dei Mercanti, das
Versammlungsgebäude für die Organisation der Kaufleute. Auf dem Platz selbst
versammelte sich das Volk zur Abstimmung in politischen Angelegenheiten, wenn es
gefragt war, und in der Mitte steht der baldachinartige Bau des Capitello, eine
bedeutsame Stätte für das politische Zeremoniell in der Stadtrepublik. Direkt
gegenüber der Einmündung der Via Mazzini erhebt sich der massige Bau des
romanischen Palazzo del Comune, dessen vier mächtige Flügel einen weiten
Innenhof umschließen. Das vermutlich 1194 fertiggestellte Gebäude ist einer
der frühesten Stadtpalazzi Italiens, und war der Versammlungs- und
Repräsentationsbau der Regierungsinstitutionen der Stadtrepublik Verona.
Überragt wird dieser Bau - und mit ihm die ganze mittelalterliche Stadt vom
83 m hohen Turm Torre dei Lambertitt, dessen
etwas unpassendes Obergeschoß erst 1463 fertig wurde. Am ursprünglichsten
präsentiert sich der Palazzo in seinem Innenhof, umsäumt von hohen
Rundbogenarkaden auf mächtigen Pfeilern und geprägt von der eleganten
Freitreppe, der Scala della Ragione. Ganz aus
rosafarbenen Marmor erbaut, führt diese Treppe über auffallend
verschiedenartig ansteigende Arkaden hinauf zum reich profilierten
Spitzbogenportal, hinter dem sich der ehemalige Ratssaal der Stadtrepublik
erstreckte. Die vielgerühmte Treppe wurde 1447 vom venezianischen Stadthalter
in Auftrag gegeben und war einst überdacht, wie man an den Säulenbasen auf dem
Geländer erkennen kann.
Nach dem Durchgang zur Piazza dei
Signori wird der alte Marktplatz an dieser Seite begrenzt von dem
malerischen Komplex der Case dei Mazzanti mit ihren
verwitterten Fassadenfresken. Mitten auf dem Platz ragt aus dem dichten Gewirr
von Sonnenschirmen und Marktständen der sog. Capitello. Kurz danach steht ein
Brunnen. Die Dame, die ihn krönt wurde schon bald nach seiner Errichtung im 14.
Jh. zum Symbol der Stadt gekürt, weshalb man sie nur noch "Madonna
Verona" nannte. Es handelt sich um eine römische Statue,
wahrscheinlich aus dem antiken Kapitol. Auch die riesige Brunnenschale ist ein
Stück römischer Kultur.
Vor der prächtigen Kulisse des barocken Palazzo Maffei
(1668) und der Torre del Gardello
(1363-70), in den schon die Scaligeri ein Uhrwerk
mit Glocke einbauen ließen, ragt am Ende des Platzes die Marmorsäule mit dem
geflügelten Markuslöwen auf, dem
Herrschaftszeichen Venedigs, das auf diesen Platz mehr Einfluß hatte, als heute
noch sichtbar ist. Am unteren Ende dieses pittoresken Platzes steht die schlanke
Colonna del Mercato, ein zierlicher
gotischer Pfeiler, den die Visconti hatten aufstellen und ehemals mit ihrem
Wappen schmücken lassen, um ihre kurze Herrschaft auch auf dem wichtigsten
Platz der Stadt zu dokumentieren.
Kurz dahinter verengt sich die Piazza zur Via Cappello, und
nun sind es nur noch wenige Schritte zum berühmtesten Balkon der
Literaturgeschichte. Via Cappello Nr. 21: Eine
große Tordurchfahrt führt auf einen Innenhof, dessen eine Seite von der
gediegenen Fassade eines Palazzo aus dem 13. Jh. eingenommen wird, in seiner
Mitte ein tatsächlich sehr schöner Balkon, geradezu ein Meisterwerk
spätromanischer dekorativer Bauplastik. Das interessiert jedoch kaum einen der
zahlreichen Besucher, denn hier soll es passiert sein: Dunkelheit, gegen Morgen,
Romeo auf einer Leiter, Julia auf dem Balkon, er
erklärt sich ihr: Beginn einer unsterblichen Liebesgeschichte im Dickicht von
Mord, Provokation und Intrige der Familienfehden einer oberitalienischen Stadt.
Romeo und Julia liebten, litten und starben in Verona. Historisch verbürgt ist
davon nichts, außer dem historischen Rahmen der Begebenheit und den Namen der
beiden rivalisierenden Familien.
Die engen Gassen, die aus dem Viertel der Scaligeri
auf die Piazzetta Sant'Anastasia führen,
lassen die gewaltigen Ausmaße der dahinter liegenden Kirche nicht ahnen.
Sant'Anastasia entstand ab dem Jahre 1290 als neue Klosterkirche der
Dominikaner und sie wurde anstelle des abseits gelegenen Doms zur eigentlichen Stadtkirche
des Veroneser Zentrums. Der Bau wurde zwar erst 1481 vollendet, doch stellt er
ein stilreines Beispiel der italienischen Backsteingotik dar. Im Innenraum
bildet eine gewaltige dreischiffige Basilika,
deren hohe Arkadenbögen auf sechs mächtigen Säulenpaaren ruhen, darüber
spannen sich weite, aber schwerlastende Kreuzrippengewölbe.
Der Dom der Stadt befindet sich
die Straße Via Duomo hinauf, am Rande der Altstadt in der Nähe des Etschufers.
Hier war in den Ruinen eines römischen Monumentalbaus, wahrscheinlich aus der
Thermenanlage, bereits Anfang des 5. Jh. die wohl älteste früh- christliche
Kirche Veronas entstanden, von der noch ein großer Mosaikfußboden zu sehen
ist. Der geweihte Ort und das reichlich vorhandene Steinmaterial waren
vermutlich Anlaß für die Errichtung einer frühmittelalterlichen
Domkirche in so ungewöhnlicher Lage abseits des politischen Zentrums der Stadt.
Der Dom Santa Maria Matricolare präsentiert sich seit seinen letzten, 1444-1520
erfolgten Veränderungen, als mächtiger romanischer Außenbau mit gotischem
Innenleben. Fassade, Seitenportal und vor allem die riesige Apsis stellen
klassische Beispiele oberitalienisch-lombardischer Romanik dar, bereichert um
die veronesische Komponente der farbigen Wandgliederung durch horizontale
Schichten von Tuff- und Backsteinen. Typisch lombardisch ist der baldachinartige
Portalvorbau, der hier in monumentaler Steigerung gleich doppelgeschossig
erscheint. Er ruht auf gedrehten Säulen, die von großen Fabeltieren getragen
werden, die dahinter aufragende Westfassade folgt dem basilikalen Querschnitt
der Kathedrale und ist von Lisenen, Rundbogenfriesen und Blendbogengalerien
reich gegliedert.
Vicenza
Als Stadt des Andrea Palladios bekannt geworden, der als
Steinmetz begann und zum einflussreichsten Architekten seiner Zeit aufstieg.
Palladios eindrucksvollstes Bauwerk, der Palazzo Valmarana,
sollte dreimal so groß werden. Im Innern ist der Palazzo mit Fresken von
Tiepolo ausgemalt. Die Götter von Olymp blicken aus Werken Homers und Vergils
hinab. Die Torre di Piazza ragt 82 m hoch. Im
12. Jh begonnen, wurde der Turm 1311 und 1444 aufgestockt. Die Basilika
hat Palladio 1549 mit prächtigen Loggien umgeben. Mit ihren symmetrischen
Formen ist die Villa Rotonda zum Inbegriff der
Architektur Palladios geworden. Grundriß und Erscheinungsbild sind ebenso
schlicht wie ästhetisch. Das Teatro Olimpico ist
das älteste überdachte Theater der Welt. Nach Palladios Tode führte sein
Schüler Scamozzi das Projekt weiter. Sehenswert ist die Perspektivbühne
und die Fresken im Odeon.
Padua
Der Stadtkern von Padua zählt zu den
belebtesten Norditaliens. Das beruht nicht nur auf zwei Straßenmärkten,
sondern durchaus auf der im 15./ 16. Jh. gegründeten Universität. Die Universität
von Padua ist damit eine der ältesten Universitäten der Welt und hat
auch einen der ältesten Anatomiesäle, den Sie
heute per Führung besichtigen können.
Besichtigenswert ist auch der Palazzo della Ragione
und die Basilika des heiligen Antonius, dem
Schutzheiligen der Stadt, der dort auch begraben ist. Das Kircheninnere ist mit
sehenswerten Fresken geschmückt.
Ein originelles Ziel für junge Leute ist das Café
Pedrocchi – klassizistisch, ohne Türen, seit 1831 Studententreff.
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