Schülerfahrten in die nördliche Toskana
Cinque Terre
Im westlichen Teil
der "Riviera Ligure", in einer Umgebung, die nicht seinesgleichen hat,
erstrecken sich, auf Hängen und versteckt in charakteristischen Buchten, die
"Cinque Terre". In dieser Gegend zeugen die sogenannten Menhir, das
sind riesengroße in den Boden gerammte Steinblöcke, von der Gegenwart des
Menschen bereits vor Tausenden von Jahren. Von jenem Moment an versuchten die
Völkerstämme, die sich aufeinanderfolgend auf diesem Fleckchen Erde
niedergelassen haben, stets den Bergen etwas Land zum Überleben zu entreißen.
Dadurch entstanden die mit Olivenbäumen und Weinreben bebauten Terrassierungen.
Umrahmt von grünen Wäldern und den darrübergelegenen Bergen, stellen sie noch
heute ein prächtiges Farbenspiel der Natur dar. Aus diesem Grunde wurden sie
zum regionalen Naturpark ausgewählt.
Monterosso
Das wichtigste unter den fünf Dörfern ist auch das einzige, das einen neuen
Teil mit Gasthäusern und hübschen Landhäusern entwickelt hat, obwohl der Kern
von alten Häusern unverändert geblieben ist. Das Dorf ist zwischen zwei
Buchten eingeschlossen, beide enden mit einem Strand. Der neue Teil dehnt sich
an der Bucht von Fegina aus: hier ist der Strand im Sommer von einer großen
Menge Strandkabinen, Strandschirmen und Badegäste bedeckt. Das alte Fischerdorf
sammelt sich dagegen um den malerischen Strand von Marina Piccola.
Charakteristisch ist die "Promenade der Agaven", benannt nach den
Pflanzen, die ihre Seiten schmücken. Von Monterosso aus kommt man über einen
Fussweg auf eine Anhöhe zum Kapuzinerkloster (17. Jh.).
Vernazza
Ein malerisches altes Dorf mit einer kleinen Bucht, die von einem felsigen
Abhang und zwei alten Türmen überragt wird. Der kleine Ort ist ganz auf einem
Felsenriff gebaut und hat sein mittelalterliches Aussehen bis heute unverändert
erhalten. Die schöne Kirche Santa Maria d‘ Antiochia mit ihrem achteckigen
Glockenturm überragt den kleinen Strand. Die "Grotta del Diavolo"
(Grotte des Teufels) ist eine breite, ca. 70 m hohe Höhle.
Corniglia
Das einzige der fünf Dörfer, das auf einer Hochebene liegt, angrenzend an
Weinstock- und Olivenhainplantagen. Bekannt auch durch seinen schmackhaften Wein
"Vernaccia". Zum Dorf gelangt man über eine steile Steintreppe.
Charakteristisch ist die San Pietro Pfarrkirche, die sich auf die Ruinen einer
noch vor dem XI. Jh. gebauten Kirche erhebt. Außerdem findet man hier die
Ruinen einer Burg aus dem XVI. Jh.
Manarola
Charakteristisch für den Ort sind seine bunten und lebhaften Farben. Seine
Häuser erheben sich auf einem vom Meer emportauchenden Felsenriff. Das Dorf
liegt an einem kleinen Tal mit steil abfallenden Hängen. Für die Fischerkähne
gibt es eine kleine Bucht. Aus den Weinbergen der Umgebung wird ein Wein
erzeugt, der mit dem neugierigen Namen "Sciacchetrà" benannt wird,
was "Schiaccia e tira" (auspressen und ziehen) bedeutet. Ein anderer
typischer Wein der Gegend ist der "Cinque Terre Bianco". Am 15. August
jeden Jahres findet hier eine Gemäldeausstellung statt, die den Fünf Orten
gewidmet ist. Sehenswert ist die San Lorenzo Pfarrkirche, 1338 im
gotischligurischen Stil erbaut. Die bekannte "Via ell‘ Amore"
(Straße der Liebe) verbindet Manarola mit Riomaggiore.
Riomaggiore
Sein Name stammt aus "Bach"
(ital. "rio"), der durch eine
tiefe und krumme Talenge mit Sprüngen und kleinen Wasserfällen Hinunterfließt
und endlich in einen kleinen Strand mündet. Kennzeichnend für den Ort sind
seine blühenden Terrassen, sowie die engen und steilen Gassen. Dem sonnigen
Strand und dem blauen Wasser wegen ist Riomaggiore sehr beliebt. Sehenswert ist
auch die Kirche San Giovanni Battista aus dem 14. Jh. Von hieraus führt ein ca.
einstündiger Wanderweg zur Wallfahrtskirche von Montenero hinauf.
Portovenere
Zwar gehört dieser Ort nicht mehr zu den "Cinque Terre", trotzdem
ist ein Besuch dort auf alle Fälle lohnenswert. Er liegt am westlichen Endpunkt
des Golfs von La Spezia und beeindruckt mit seiner bezaubernden Schönheit. Die
hohen, bunten Häuser dienten als Schutztürme während der Einfälle von
Seeräubern. Besondere Beachtung verdient die gotische San-Pietro-Kirche (12.
Jh.) mit ihren weiß-schwarzen Streifen. Sie liegt auf einem felsigen Vorgebirge
und von hier eröffnet sich dem Besucher ein unermesslicher Blick aufs Meer
hinaus. Im Innern birgt das Gotteshaus Fresken, Gemälde und Bildhauerwerke aus
alter toskanischer Schule. Am Fuß der Anhöhe befindet sich die "Grotte
von Byron". Der Überlieferung nach flüchtete der Dichter bei einem
Aufenthalt besonders gerne an diesen Ort. Beeindruckend ist auch die
Besichtigung der Burg aus dem 16. Jh.
Jedes Jahr am 17. August wird die "Madonna Bianca" (Weiße
Jungfrau) als Schutzherrin des Dorfs und der Seemänner gefeiert. In der Kirche
San Lorenzo wurde zur Verehrung der Heiligen ein Altar errichtet.
Schifffahrt zu den Cinque
TerreLerici liegt am östlichen Ende des "Golfs der Dichter". Wegen der
vielen Villen, Gärten und Stränden war es der bevorzugte Aufenthaltsort von
vielen englischen Romantikern. Im Hafen der Stadt legen die Schiffe ab.
Fahrplan der Schiffe
Hinfahrt
Abfahrt: 10.30 h Lerici
11.50 h Vernaza – Ausstiegsmöglichkeit (1 Std. Aufenthalt)
Ankunft: 12.00 h Monterosso
13.00 h Monterosso bei Aufenthalt in Vernaza
Rückfahrt
Abfahrt: 15.00 h oder 16.00 h ab Monterosso
Möglichkeit zum Zwischenstop in Portovenere
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