Schulreisen in die südliche Toskana
Ausflugsziel
Insel Elba
"Die Perle des tyrrhenischen Meeres", - zu Recht wurde der Insel
Elba dieser Beiname schon vor Jahrtausenden verliehen, denn sie stellt in ihrer
Schönheit wirklich ein Schmuckstück des Tyrrhenischen Meeres dar. Elba ist mit
223 qkm und 150 km Küstenlinie die größte Insel des toskanischen Archipels.
Einstmals war sie Bestandteil des italianischen Festlandes und weist daher die
gleiche Landschaft auf wie die Toskana. Sie ist hügelig und durch feuchte
Meereseinflüsse immer grün, und auch im Hochsommer ist sie nie ausgedörrt
oder verbrannt. Die vielfältige Vegetation stellt, besonders im Frühling und
Herbst, einen besonderen Reiz der Insel dar. Die Geschichte hat auf der Insel
Elba viele Spuren hinterlassen: Etrusker, Griechen, Römer, Sarazenen, Spanier,
Franzosen, Deutsche haben die Schicksale Elbas beeinflußt, Burgen,
Verteidigungsanlagen, Kirchen, historische Stadtkerne, alte Bergdörfer prägen
das Bild Elbas. Elba ist reich an Mineralien (140 verschiedene auf der ganzen
Insel).
Jahrhundertelang hat der Abbau von Eisenerz das Leben der Elbaner bestimmt -
die neue Einnahmequelle, der Tourismus, entstand erst vor 40 Jahren und hat die
industrielle Erwerbsquelle abgelöst. Die Insel hat zahllose Strände aus Sand,
Kies, Stein oder Fels. Sie ist besonders geeignet für alle Arten des
Wassersports; aus thermischen Gründen sind Segeln und Surfen beliebte
Sportarten, aber auch die Meeresgründe vor Elba haben ihre eigene Faszination,
so dass auch der Tauchsport sich großer Beliebtheit erfreut. Seit 1996 sind
weite Teile der Insel zum Nationalpark erklärt worden
Portoferraio

Ist die größte Stadt, der Hauptort und Haupthafen der Insel. Das
historische Zentrum der Stadt hat sehr antike Ursprünge. Schon bewohnter Kern
und Hafen in der römischen Epoche, verfällt im Mittelalter um mit imponenten
Maurerarbeiten wieder aufgebaut und befestigt zu werden, begonnen 1548 vom
Großherzig der Toskana Cosimo I. der Medici und seinen Nachfolgern. Wird somit
einer der sichersten Häfen im Mittelmeer, Festung zur Verteidigung des
Tyrrhenischen Meeres gegen die türkischen Piraten. Anschließend 1814 hat
Napoleon, während seines 10 monatigen Exils, seinen Wohnsitz und macht aus
Portoferraio die Hauptstadt seines kleinen Reiches. In der Chiesa della
Misericordia ist eine Kopie des Napoleon-Sarkopfags und ein Brozeabguß seiner
Totenmaske zu sehen. Im Palazzo die Mulini residierte Napoleon, wenn er in der
Stadt war. Hier findet man zahlreiche Erinnerungsstücke an den großen Korsen.
In der Villa di San Martino, einer schönen Villa im Grünen, können sein
Arbeitszimmer, Schlafzimmer und mehrere Säle besichtigt werden.
Fahrt durch die Insel Elba
Von Portoferraio gelangt man 18 km westlich über den Badeort Procchio,
an der gleichnamigen weiten Bucht, zu dem ebenfalls als Seebad beliebten Dorf
Marciana Marina. 4 km weiter landeinwärts das inmitten schöner
Kastanienwälder gelegene, als Sommerfrische besuchte Dorf Marciana mit seiner
Burgruine. von hier führt eine Schwebebahn zum Monte Capanne (1019 m), dem
höchsten Gipfel der Insel (tolle Aussicht!). Ferner von Poggio sehr lohnend der
einstündige Anstieg südöstlich auf den Monte Perone (630 m). An der
Ostküste liegen die Orte Rio Marina (bedeutender Eisenerz-Tagebau) und
malerisch an einer Bucht das im 17. Jh. von den Spaniern befestigte
Fischerstädtchen Porto Azzurro. An der einsameren Südküste liegt reizvoll am
Golfo di Campo das beliebte Seebad Marina di Campo.
Siena
Sie ist eine nahezu perfekt erhaltene mittelalterliche Stadt in gotischer
Architektur, auf Hügeln erbaut und von einer vollständigen Stadtmauer umgeben.
Die Hauptsehenswürdigkeiten liegen in den engen Straßen und Gassen um die
fächerförmige Piazza del Campo. Viele wilde Spiele hat der Campo im Laufe
seiner Geschichte gesehen. Eines der Spiele ist der alljährliche
Reiterwettkampf Palio. Der Palazza Pubblico mit dem 88 m hohen Torre del
Mangia ist einer der elegantesten Paläste der Toskana. Der Dom Santa Maria
Assunta steht an der höchsten Stelle der Stadt und gehört zu den
eindrucksvollsten Kirchen Italiens. Er wurde weitgehendst vollendet. Neben dem
prächtig geschmückten Marmorfußboden mit biblischen Darstellungen, gehören
Donatellos Bronzestatue und die Kanzel von Nicola und Giovanni Pisano zu den
Meisterwerken des Doms.
San Gimignano
Dank der vielen Geschlechtertürme auch "Manhatten der Toskana"
genannt, ist San Gimignano eine der am besten erhaltenen und faszinierendsten
Städte der Toskana. Von 77 im Mittelalter errichteten Türmen sind leider nur
13 übriggeblieben. Der Turm diente damals als Statussymbol: Je höher er ragte,
desto einflußreicher war die Familie. Natürlich wurden sie auch zu
Verteidigungszwecken genutzt. Die stimmungsvolle Piazza della Cisterna, der
Hauptplatz der Stadt, erhielt ihren Namen nach dem 1273 hier angelegten
Ziehbrunnen. Die Kirche Santa Maria Assunta ist mit schönen Fresken aus dem
14./ 15. Jh. geschmückt. In der Kirche San Agostino ist der bekannte
Freskenzyklus aus dem Leben des heiligen Augustinus
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