Rom ist...faszinierend, erschreckend, aufregend, anstrengend, chaotisch, unwiderstehlich,...Rom ist einmalig in der Welt !!
Es gibt in der ganzen Welt keine Stadt, die eine solche "Kulturtiefe" in sich trägt wie Rom, ohne dabei nur eine Museumsstadt zu sein. In Rom steigt der Besucher im wahrsten Sinne des Wortes an vielen Stellen zweitausend Jahre in die Tiefe - und bleibt doch in der Gegenwart: Bestes Beispiel ist die Kirche San Clemente in der Nähe des Kolosseums - vom Kirchenschiff einer mittelalterlichen Basilika, umgebaut im Barock, ausgeschmückt mit Fresken, der Renaissance, taucht man in die Reste einer frühchristlichen Basilika hinunter und von dort geht es noch einmal einige Meter abwärts in ein spätantikes Mithräum, das in ein römisches Haus der Zeitwende eingebaut wurde !
"Alle Straßen führen nach Rom" - dieser Spruch hatte seine Wahrheit in den größten Epochen der Stadt, nicht nur verkehrstechnisch (noch heute gehen von Rom die wichtigsten Fernstraßen aus), sondern im übertragenen Sinn: Jeder Künstler, der sich durchsetzen wollte, mußte nach Rom gehen, in den Mittelpunkt der Welt, wo noch heute auf dem Forum das "milliareum aureum", der "goldene Meilenstein Nr.0", der "Nabel der Welt steht".
In Rom liegen dreitausend Jahre Kulturgeschichte vor dem Besucher und dokumentieren eine Entwicklung, die für Europa entscheidende Impulse gegeben hat: Der Bogen spannt sich von den ersten Spuren bewußter Siedlung auf dem Palatin über die Reste der Glanzzeit des "Imperium Romanum" zu den frühchristlichen Basiliken mit ihren Mosaiken, von dort über die hochmittelalterlichen Kirchen zu den Prachtbauten der Hochzeit des päpstlichen, des barocken Rom und weiter zur Architektur des 19. Und 20. Jh., als Rom wieder Hauptstadt eines geeinten Italiens wurde; die Spuren des Faschismus sind, anders als in Deutschland, als Dokumente einer Epoche in der Geschichte der Stadt stehengeblieben ( und werden in Deutschland unvorstellbar, immer wieder restauriert !).
Ohne die Einflüsse der römischen Zivilisation, die Ihrerseits ohne die griechischen und etruskischen Bestandteile nicht zu dem geworden wäre, was sie wurde, und ohne die anschließende Christianisierung, die von Rom aus entscheidend vorangetrieben wurde, könnten wir heute nicht von einem europäischen Kulturbewußtsein sprechen. Insofern ist eine Studienreise in die "Ewige Stadt", in die "Roma aeterna", ein Erlebnis für jeden "Europäer", der die Quellen seines Europäertums sucht; die vielen Millionen Amerikaner, die jedes Jahr die Stadt besuchen, spüren wahrscheinlich unbewußt, was ihnen in der Neuen Welt diesbezüglich abgeht !
Wer sich die Zeit nimmt in Rom auch einmal abseits der normalen Pfade auf Entdeckungsfahrt zu gehen (am besten zu Fuß - dies ist in der Innenstadt die schnellste Art, vorwärtszukommen !!), wird sehr sehr bald fasziniert sein von den Kontrasten der Stadt: Monumentale Barockpaläste mitten im Gewirr der Gassen der Altstadt - Oasen der Stille (wirklich!), sich abwechselnd mit lebendigen Gemüsemärkten, wo "die Römer" einkaufen - exklusive Einkaufsstraßen mit weltberühmten Modegeschäften, ein paar Ecken weiter verwinkelte Gäßchen, wo Handwerker fast auf der Straße arbeiten - immer spürbar eine unverwüstliche Vitalität, welche die Römer seit Jahren auszeichnet: Wer sich Rom mit Geist und Herz nähert, wird dieser Stadt verfallen wie Johann Wolfgang von Goethe, der von sich sagte, daß er, seit er 1788 die Stadt über den Ponto Milvio Richtung Norden verließ, "keinen rein glücklichen Tag mehr gehabt habe".
Das Colosseum ist das Symbol der Stadt Rom. Der massive, ellipsenförmige Bau war einst die prächtigste Sportarena in der Antike. Mit diesem wollten die Kaiser den Wunsch der Römer nach Unterhaltung und Vergnügungen durch Zirkusspiele erfüllen. Der guterhaltene Baukörper zeigt eindrucksvoll die ursprüngliche Form, jedoch auch die Leiden der Geschichte: Brände, Erdbeben, Vernachlässigung, Umbau in eine Festung, Verwendung der Schmuck-, Marmor-, Travertin- und Ziegelsteine für römische Paläste und Gefährdung durch den Verkehr. Das Colosseum bot rund 50 000 Menschen Platz: im ersten Stock dem kaiserlichen Hof und den Staatsbeamten, im zweiten den vornehmen Familien, im dritten und vierten dem gemeinen Volk. Da der Fußboden der Arena eingestürzt ist, sind die Mauern der Umkleidekabinen und Trainigsräume für die Gladiatoren, Käfige für die wilden Tiere und Magazinsäle gut sichtbar.
Der unweit vom Colosseum stehende Konstantinsbogen ist der größte Triumphbogen, der sich bis in unsere Zeit erhalten hat. Er wurde 315 n. Chr. als Erinnerung an den Sieg Kaiser Konstantins über Maxentius an der Milvinischen Brücke errichtet.
Das Forum Romanum ist die größte heute noch erhaltene Ansammlung von Bauwerken des antiken Rom. Es diente einst als Marktplatz, Gerichtsstand, religiöser Mittelpunkt und Triumphstraße. Es war Symbol für Macht und Reichtum der Stadt. Der berühmteste der sieben Hügel Roms ist der Palatin. Er ist das Herzstück der römischen Geschichte. Man fand Spuren, die bis in die vorrömische Zeit hinein reichen. Hier wohnten die reichen Patrizier, und hier legten auch die Kaiser ihre prachtvollen Residenzen an.
Die Engelsburg, die ihren Namen einer Legende verdankt, gehört zu den eindrucksvollsten Bauwerken der Antike. Zunächst als Mausoleum erbaut, diente sie später als Festungsanlage. Durch einen überdachten Gang ist sie mit dem Vatikan verbunden. Heute beherbergt sie ein Museum. Das Pantheon ist jenes grandiose römische Baudenkmal, das zur Kaiserzeit allen Göttern und dann im Christentum allen Märtyrern geweiht war. Die Konstruktion ist einfach und genial zugleich – ein Zylinder mit einer Kuppel darauf.
Farbig und lebhaft präsentiert sich die Piazza Navona und ist noch heute der beliebteste Treffpunkt der Römer. Dieser ockerfarbene Platz ist zu jeder Tageszeit eine herrliche Bühne, tagsüber für gewiefte Händler und abends für Open-Air-Konzerte. Der Hauptanziehungspunkt ist die herrliche Fontana di Fiumi (Vierflüssebrunnen).
Von den Schickimickis bis zu den Tramps ist die prachtvolle spanische Treppe Treff- und- Sammelpunkt der internationalen Jugendszene.
Inmitten des tosenden Verkehrs steht auf der Piazza Barberini der herrliche Tritonenbrunnen von Bernini: der Meeresgott auf einer Muschel sitzend, getragen von 4 Delphinen.
Der Trevi-Brunnen ist zweifellos der berühmteste der Welt. Mit dem Bau schufen sich die Barockpäpste ein letztes großes Denkmal. Das ewig fließende Wasser gilt als Sinnbild der Lebenskraft der Ewigen Stadt. Auch die Legende, dass man eine Münze ins Wasser werfen muss (mit dem Rücken zum Brunnen und der rechten Hand über die linke Schulter!), um nach Rom zurückzukehren, hält sich bis heute.
Der Vatikanische Staat, so groß wie ein kleines Gut, ist die letzte absolute Monarchie und der kleinste Staat, mit eigenen Münzen, Briefmarken und Post. Benedikt XVI gebietet über rund 1000 vatikanische Bürger, 3600 Angestellte, eine eigene Polizei, sowie 99 Soldaten der Schweizer Garde.
Der Petersdom ist das größte christliche Gotteshaus und zweifellos auch die berühmteste Kirche der Christenheit. Er wurde unter Kaiser Konstantin über dem Grab des Apostel Petrus errichtet. Seit 1506 mit dem Bau begonnen wurde, ist diese Kirche mehrmals um und angebaut worden. Sie bietet Platz für 60 000 Menschen.
Einen grandiosen Ausblick über den Vatikanstaat und über die Stadt erhält man von der Kuppel des Petersdoms.
Die Vatikanischen Museen sind die größten der Welt. Mit ihrer ungeheuren Fülle von Kunstschätzen aus allen Epochen sind sie zu einer Art “Kunst- und Wunderkammer“ der Päpste geworden. Zusammen mit den Stanzen des Raffaels bildet die Sixtinische Kapelle einen der unumstrittenen Höhepunkte der abendländischen Malerei. Nach Beendigung der Restaurierung erstrahlen die phantastischen Fresken Michelangelos wieder in ihrer ursprünglichen Farbenpracht.
Rom hat so viele Kirchen wie keine andere Stadt der Welt. Es ist fast unmöglich, alle zu besuchen. Wer dennoch einige besichtigen möchte, sollte sich auf die alten, berühmten Gotteshäuser beschränken. An erster Stelle stehen dabei natürlich die sieben Patriarchalbasiliken oder Hauptkirchen, die dem Papst direkt unterstehen: Die wichtigste von allen ist die Peterskirche, gefolgt von der früheren Papstkirche S. Giovanni in Laterano, aber auch S. Paolo fuori le mura, S. Sebastiano an der Via Appia, S. Croce in Gerusalemme, S. Lorenzo und S. Maria Maggiore gehören dazu. In jeder dieser Kirchen steht ein Altar, an dem nur der Papst die Messe lesen darf, und jede ist mindestens 1500 Jahre alt.
Vor der Kirche S. Maria in Trastevere und dem berühmten achteckigen Brunnen schlägt das Herz des alten Handwerkerviertels Trastevere. Hier war früher ein Spelunken- und Hafenviertel. Fischer und Handwerker, Tagelöhner und Marktfrauen lebten hier. Auch durch den Zuzug der Schickeria und den Besuch der vielen Touristen konnte dem alten Viertel der Charme noch nicht genommen werden.
Wer vom vielen Pflasterlaufen müde geworden ist, von den vielen Sehenswürdigkeiten die Nase voll hat und sich nach ein wenig Grün sehnt, sollte unbedingt einen Spaziergang über den Gianicolo machen, der dem römischen Gott Janus geweiht ist und von dem man einen wundervollen Blick auf das Häusermeer werfen kann.
Eine grüne Oase inmitten einer steinernen Stadt bildet auch der Pincio-Park. Von der Terrasse des Hügels über der Piazza del Popolo hat man einen der schönsten Ausblicke über die Stadt. Wer einen Einblick in das Alltagsleben der Römer gewinnen will, sollte zu verschiedenen Tageszeiten kommen.
Hinter der spanischen Treppe liegt die Villa der Familie Borghese. Aus dieser entstammen Papst Paul V., mehrere Kardinäle und andere bedeutende Persönlichkeiten. Die Parkanlage wurde mit künstlichen Seen und Gartenhäusern angelegt, verbunden mit dem Pincio, eine der weiträumigsten Parkanlagen Roms. Beachtenswert sind u.a. der im Zentrum angelegte künstliche See, der Tempel der Diana und der Faustina, das Museum des italienischen Bildhauers Petro Canonica, ein Rennplatz, die Piazza Siena sowie mehrere Denkmäler. Zu dem Gelände gehört ein kleiner Zoologischer Garten, der nach dem Vorbild des Hamburger Tierparks Hagenbeck entstand.
Praktische Informationen: