Freudenstadt liegt idyllisch eingebettet im nördlichen Teil des Schwarzwaldes. Durch die gesunde Luft ist die Stadt Heilklimatischer- und Kneipp-Kurort.
Zentraler Anziehungspunkt der mühlbrettförmig angelegten Stadt ist der Marktplatz. Hier war einst ein großes Residenzschloss geplant, das aber nie gebaut wurde. So kam Freudenstadt mit 216 m x 219 m zum größten, höchstgelegenen, umbauten Marktplatz Deutschlands.
Auf dem Oberen Marktplatz befindet sich der Neptunbrunnen (1763). Die Neptunstatue mit dem Dreizack wurde aus Buntsandstein hergestellt. Ein weiterer Brunnen ist der farbenprächtige Schwarzwaldbrunnen (1992) am unteren Ende des Oberen Marktplatzes.
Freudenstadts Wahrzeichen, die Venus, findet man auf dem Unteren Marktplatz. Zur Erinnerung an den einzigartigen, beispiellosen Wiederaufbau Freudenstadts nach dem 2. Weltkrieg in nur fünf Jahren wurde diese Statue von Bildhauer David Fahrner geschaffen. Ihre Deutung: Die rechte Hand, sie nach hinten ausgestreckt ist, soll das Schlechte zurückweisen und abhalten; die linke Hand nach vorne gerichtet und schauend, soll Ausschau halten in eine hoffentlich gute Zukunft.
Zum 400jährigen Stadtjubiläum 1999 wurden 50 Wasserfontänen auf dem Unteren Marktplatz geschaffen. Die Wassersäulen lassen sich von 20 cm bis auf 5 m Höhe schalten. Von Mai bis September können die Wasserspiele bestaunt werden, was nicht nur den kleinen Zuschauern gefällt.

Quelle: (c) Schwarzwald.com
Die von 1601-1608 im Renaissancestil erbaute Pfarrkirche wurde am Ende des 2. Weltkrieges bis auf die Grundmauern niedergebrannt und danach originalgetreu wieder aufgebaut. Sie bildet einen Eckpunkt des Marktplatzes und gilt als einzige Winkelhakenkirche in Deutschland. Sie besitzt zwei Türme, den Glockenturm mit fünf Kirchenglocken und den Uhrturm mit zwei weiteren Kirchenglocken. Im Innern sind das Lesepult und der Taufstein besonders sehenswert.
Das Rathaus begrenzt mit seinem Winkelbau den Marktplatz im Norden. Vom Rathausturm bietet sich dem Besucher ein schöner Ausblick auf den einmaligen Grundriss von Freudenstadt und in die Umgebung. (Gesamthöhe bis Turmspitze: 43,10 Meter, es gibt zwei Austrittsebenen)
Mit dem Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg wurde das Stadthaus unter Ludwig Schweizer mitten in den Marktplatz integriert. In verkleinerter Form stellt es das Schloss dar, das Herzog Friedrich I. (Stadtgründer) geplant hatte. Heute sind die Stadtbücherei, das Heimatmuseum und ein großer Festsaal darin untergebracht.
Dieses Haus steht seit 1601 in der ersten Häuserreihe am Unteren Marktplatz (Richtung Kirche) und war früher einmal eine Kutscherstation. Im Jahre 1632 brach darin ein Feuer aus, das sich auf die halbe Stadt ausbreitete. Damals herrschte der Aberglaube, dass Häuser, in denen Feuer ausbricht, Hexer, Hexen und Geister mit im Spiel sind. Daraufhin wurde das Haus offiziell "verdammt". So stand es mehrere Jahrhunderte leer. Erst Mitte des 19. Jhs. ließ sich ein Gastronomiebetrieb darin nieder, der bis heute existiert.
Das unter Denkmalschutz gestellte Haus befindet sich auf dem Promenadeplatz. Wie Pfarrer Kneipp das Wasser, so entdeckte Schultheiß Hartranft in über 40-jähriger permanenter Arbeit das gesunde Waldklima als Therapieansatz und kämpfte für dessen Anerkennung. Dr. Büttner war der erste Arzt in Freudenstadt, der die gute Luft als Gesundheitsfaktor in Zusammenarbeit mit Schultheiß Hartranft praktizierte. Heute ist der ZAEN (Zentralverband der Ärzte im Naturheilverfahren) darin untergebracht.
Kurhaus und Kongresszentrum sind zentraler, kultureller Mittelpunkt von Freudenstadt. Viele Veranstaltungen, Ausstellungen, Tagungen und Messen finden im Kurhaus und Kongresszentrum statt. Viele bekannte Persönlichkeiten aus Film und Fernsehen sind hier schon zu Gast gewesen.
Dieses interessante Gebilde befindet sich am Martin-Luther-Platz und wurde zum 50-jährigen Bestehen des Lion-Clubs gespendet. Die zwölf Glocken in unterschiedlicher Größe können insgesamt 150 Titel spielen. Die Glocken ertönen mit einer Dauer von max. 3 Minuten täglich um 11, 15 und 17 Uhr.
Im Erlebnis-Museum Experimenta wird ein breites Spektrum an wissenschaftlichen und physikalischen Phänomenen gezeigt und erklärt. "Learning by doing" ist der Leitfaden des Erlebnis Museums. Hier kann man fast alles selber anfassen und ausprobieren. Ein Erlebnis für jede Altersstufe.
Das wunderschöne Erlebnisbad bietet Badefreuden für Groß und Klein. Es gibt ein Schwimmbecken, einen Sprung- und Tauchbereich, ein beheiztes Außenbecken, einen Wasserpilz, Riesenwasserrutsche, u. a. m. (Nur 10 Gehminuten vom Hotel entfernt.)
Der 25 m hohe Turm wurde anlässlich des 300-jährigen Stadtjubiläums aus dem typischen roten Buntsandstein erbaut. Wer den wunderschönen Blick über die Stadt und das Murgtal, Richtung Dornstetten und Schopfloch bis hin zur Schwäbischen Alb genießen will, muss die Spitze zu Fuß erklimmen.
Der nördliche Teil des Schwarzwaldes bietet mit seinen dichten Fichten- und Tannenwäldern, stillen Seen, tiefen Schluchten und tollen Aussichtspunkten wunderschöne Wandermöglichkeiten an der reinen, frischen Schwarzwaldluft. Das einheitliche, sehr gut beschilderte Wegenetz hilft bei der Orientierung. Es gibt zahlreiche thematische Wandervorschläge: Naturerlebnispfad, Waldgeschichtspfad, Wasserleben-Pfad, Plenterwald-Pfade u. v. a.