Im nördlichen Teil der Toskana gelegen, befindet sich die Provinz von Massa-Carrara.
Wichtige touristische Ziele sind von hier problemlos zu erreichen: „Golfo dei Poeti“ (Golf der Poeten), die „Cinque Terre“ und die Kunststädte der Toskana wie Florenz, Pisa und Lucca. Hier vereinigen sich das Meer und das Land zu einem eindrucksvollen Kontrast: Am Fuß der Marmorberge, die Apuanischen Alpen, umspült das Meer eine Sandküste, die sich über viele Kilometer erstreckt.
Wer etwas von sich hält, verbringt den Sommer an der Küste Rivera della Versilia. Diesem Tipp folgten schon Thomas Mann, Giacomo Pucini, die Duse, Lord Byron und der Maler Arnold Böcklin und kamen zur Erholung in die traumhaften Badeorte mit ihren schönen Sandstränden. Die Küste Rivera della Versilia ist ein 20 km langer Küstenstreifen, etwa 15 bis 40 km nordwestlich von Lucca. Der feine Sand und das klare Meer laden zum Baden ein. Sowohl der kostenfreie öffentliche Strand, wie auch die anderen Strandabschnitte verfügen über einen Bademeister und Sanitären Anlagen. Unsere Hotels befinden sich in Marina di Massa oder Marina di Pietrasanta.
In den Apuanischen Alpen spiegeln die imposanten Marmorbrüche ein eindrucksvolles Bild wieder. Seit der Römerzeit wird hier der wertvolle „weiße Stein“ abgebaut. Verwendung findet er bei einfachen Gegenständen bis hin zu berühmten Werken der Kunst und Architektur. In den Kunstwerkstätten von Carrara, im Museum des Marmors und in Ausstellungen im Freien kann man seine Geschichte und Verarbeitung aus der Nähe betrachten.
Geschützt durch einen regionalen Naturpark erweißen sich die Marmorberge zu dem als ein naturalistisches Schmuckstück. Dadurch sind sie ein ideales Ziel für Naturliebhaber. Die Alpenlandschaft am Meer birgt eine unglaubliche Vielfalt von seltenen Blumen und Pflanzen, unzählige Karst-Grotten und Höhlen.
Carrara ist weltbekannt für seinen weißen Marmor. Die rund 300 Marmorbrüche des Umlandes stammen noch aus der Römerzeit und machen Carrara zum ältesten Industriestandort der Welt. Hier wird in vielen Werkstätten demonstriert, wie aus Marmor Platten, Statuen und Verzierungen entstehen. Auch die mit einer Fensterrose geschmückte romanisch- pisanische Fassade des Duomo Sant’Andrea zeigt eindrucksvoll dieses einheimische Erzeugnis. Ebenfalls am Domplatz steht ein Haus (mit Gedenktafel), dessen Fassade Nachbildungen von Michelangelos Werkzeugen aufweist. Wenn er zum Marmorkauf nach Carrara kam, verweilte er hier.
Dank der strategischen Position entlang der Frankenstraße, war Massa ein Aufenthaltsort für die Pilger, die von Frankreich nach Rom wanderten. Vor dem Jahr 1000, im Besitz der Bischöfe von Luni, gehen die bedeutesten Spuren, die auch noch heute in der Cybo – Malaspina zu sehen sind, aus. Ab dem Jahre 1440 herrschten sie drei Jahrhunderte lang. Im Herzen der Stadt liegt die Piazza degli Aranci, die auf 3 Seiten von Orangenbäumen umgeben ist, sowie der Palazzo Ducale ( errichtet um 1550) mit seiner feuerroten Fassade. Im Inneren des Palastes befindet sich ein wunderschöner Hof. Oberhalb der Stadt liegt auf einem Felsen das Schloss der Malaspina. Der älteste Teil zeichnet sich durch einem Turm mit quadratischer Grundfläche aus, darunter stehen 3 runde Türme, die von einer Zinnenkurtine umgeben sind.
Berühmt wie Pisas schiefer Turm ist auch der Platz an dem er steht, der grüne Campo dei Miracoli. Der dazugehörige Duomo Santa Maria Assunta, ein Meisterwerk italienischer Baukunst, wurde 1063 begonnen und bereits 1118 eingeweiht. Die reliefgeschmückte Kanzel und die Madonnenstatue aus Elfenbein befinden sich im Museum. Die Taufkapelle, Battistero, wurde 30 Jahre nach Fertigstellung des Doms begonnen. Es handelt sich um einen Rundbau mit vier Portalen, einem gotischen Arkadenrundgang mit Rundbogenfenstern, über denen eine Pyramidalkuppel aufragt. Neben der Taufkapelle befindet sich der Camposanto, ein Friedhof in der Form eines monumentalen Kreuzganges.
Der Ort wird von mächtigen baumgestandenen Stadtwällen aus dem 16. und 17. Jahrhundert umgeben. Das historische Zentrum beeindruckt durch schön geschmückte Kirchen und elegante Patrizierhäuser. Der Duomo San Martino erinnert mit seiner Fassade an den Dom von Pisa. Im Kontrast zur Leichtigkeit der Säulenarkaden steht das wehrhafte Volumen des zinnengekrönten Campanile. Die 1147 geweihte Kirche San Frediano ist mit einem großen Himmelfahrts-Mosaik an der Fassade verziert. Im Inneren sind ein Marmoraltar, ein sehr schönes romanisches Taufbecken und Terrakotta- Arbeiten zu sehen. Einzigartig ist die Piazza del Mercato, die ihr eindrucksvolles Oval dem Ursprung eines römischen Amphitheater verdankt.
Eine Fahrt ins Land des Chianti, nach San Gimignano, ist lohnenswert. 15 bis zu 54 Meter hohe Geschlechtertürme säumen das Stadtbild und deshalb wird es auch oft das „ Manhattan der Toskana“ genannt. In der Kirche San Agostino ist der bekannte Freskenzyklus aus dem Leben des heiligen Augustinus zu bewundern. Die Pinacoteca Civica enthält Werke u.a. von Gozzoli und Coppo di Marcovaldo.
Die Hauptsehenswürdigkeiten von Siena liegen in den engen Straßen und Gassen um die fächerförmige Piazza del Campo. Viele wilde Spiele hat der Campo im Laufe seiner Geschichte gesehen. Eines der Spiele ist der alljährliche Reiterwettkampf Palio. Der Palazza Pubblico mit dem 88 m hohen Torre del Mangia ist einer der elegantesten Paläste der Toskana. Der Dom Duomo S. Maria Assunto wurde weitgehendst vollendet. Neben dem prächtig geschmückten Marmorfußboden mit biblischen Darstellungen, gehören Donatellos Bronzestatue und die Kanzel von Nicola und Giovanni Pisano zu den Meisterwerken des Doms.
Entlang des Sandstrandes der Küste Versilias mit dem faszinierenden Hintergrund des Gebirges der Apuinen, entdeckt man schnell eine Besonderheit: Glänzend weißes Gestein. Nein, kein Schnee, sondern die Marmorsteinbrüche von Cararra. Schnell erspäht man auch den Industriehafen von Cararra. Nun geht es weiter, vorbei an Sarzana und Lerici. Imposant wirkt der Industrie-, Militär- und Fährhafen von La Spezia. Hier beginnt nun auch die Ligurische Steilküste. Es folgt die berühmte Festung Portovenere, an der oft auf der Rückfahrt ein Halt eingelegt wird. In Monterosso al Mare, dem letzten Ort der Cinque Terre, wird eine mehrstündige Pause gemacht. Es empfiehlt sich, eines der unzähligen Meeresgerichte zu genießen. Entlang des 18 km langen abschüssigen Küstenstreifens, steil über dem Meer, gibt es gesicherte Wanderwege. Hintereinander liegen die 5 Küstenorte Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore, die durch eine Bahnlinie verbunden sind. Dieses Gebiet blieb lange Zeit abgeschieden, so dass die charakteristische ligurische Kultur erhalten blieb. Der Lebensunterhalt wurde mittels Fischfang sowie dem Weinanbau auf den terrassenförmigen “Streifen�?, die mit unglaublicher Mühe dem Gebirge abgerungen wurden, bestritten.
Im Herzen der Toskana, auf den Hügeln des Montalbano, liegt das Städtchen Vinci. Entlang der Hänge winden sich zahlreiche Wanderwege, darunter einige in unmittelbarer Nähe Vincis. Es ist der Geburtsort des genialen Künstlers, Technikers und Naturforschers Leonardo da Vinci. Die einstige Burg des Grafen Guidi (13. Jh.) beherbergt das Museo Leonardiano. Es zeigt auf drei Stockwerken die umfangreichsten und originellsten Sammlungen der Maschinen und Modelle des Erfinders. Auch sollte ein Besuch in der Biblioteca Leonardiana, ein komplettes und auf das Werk Leonardos spezialisiertes Dokumentationszentrum, nicht fehlen. Insgesamt enthält die Bibliothek mehr als 7000 Monographien in verschiedenen Sprachen.
Etwa drei Kilometer von Vinci entfernt, in der Ortschaft Anchiano, befindet sich das Geburtshaus von Leonardo. In seinem Innern ist eine permanente didaktische Ausstellung untergebracht. Sie zeigt Reproduktionen von Zeichnungen, welche Landschaftsansichten der Toskana wiedergeben.