Seit mehr als 1000 Jahren ist Melk ein geistliches und kulturelles Zentrum des Landes, zunächst als Babenbergerburg und dann ab 1089 als Benediktinerkloster, gegründet von Markgraf Leopold II.
Schon seit dem 12. Jahrhundert ist eine Schule mit dem Kloster verbunden und in der Bibliothek wurden wertvolle Handschriften gesammelt und angefertigt. Auch in vielen Bereichen der Natur- und Geisteswissenschaften sowie der Musik haben Mitglieder des Melker Konventes im Laufe der Geschichte des Klosters bedeutende Leistungen erbracht.
Seit über 900 Jahren leben und wirken nun hier im Stift Melk in ununterbrochener Tradition Mönche nach der Regel des hl. Benedikt in Seelsorge (dem Kloster sind 23 Pfarren angeschlossen), Schule (Gymnasium mit ca. 880 Schülern/innen), Wirtschaft, Kultur und Tourismus. Das Stift Melk ist daher seit seinen Anfängen ein wichtiger geistiger und geistlicher Mittelpunkt des Landes.
Die vielen Besucher des Hauses stellen auch eine pastorale Herausforderung für das Kloster dar, um sie erkennen zu lassen, dass in allen Epochen und allen Bereichen der Kunst die Menschen durch ihre Werke auf Gott hin verweisen wollten ("Ut In Omnibus Glorificetur Deus" - Damit in allem Gott verherrlicht werde.) So präsentiert sich das Stift Melk den Besuchern heute als würdiger Glanzpunkt Österreichs und als ein großes Kulturensemble Europas.
In den Kaiserzimmern ist derzeit das modernste Stiftsmuseum Österreichs untergebracht. Das Thema der Ausstellung ist: "Unterwegs vom Gestern ins Heute - Stift Melk in Geschichte und Gegenwart". Architekt der Ausstellung ist Hans Hoffer, der u.a. auch das „Klangtheater Ganzohr“ in Wien gestaltet und schon einige Male die „Klangwolke Linz“ inszeniert hat.
Die abwechslungsreiche Gestaltung der Räume bewirkt ein sehr lebendiges Erzählen einer langen Geschichte in all ihrem Auf und Ab. Das aktuelle Geschehen im Stift Melk wird mit zeitgemäßen Mittel, wie z.B. Video-Installationen, präsentiert. Um die Bau- und Wirtschaftsgeschichte interessant zu gestalten, wurden Computeranimationen vom Ars Electronica Center Linz – Future Lab geschaffen.
Der Prälaturfestsaal mit seiner barocken Bildergalerie zählt zu den schönsten Räumen des Klosters, der aber öffentlich nicht zugänglich ist, sondern als Repräsentationsraum des Abtes fungiert.
Neben den Kaiserzimmern sind im Rahmen der Besichtigung des Stiftes der Marmorsaal und die Bibliothek, Meisterleistungen barocker Raumkunst mit den berühmten Fresken von Paul Troger, ebenso zu sehen wie die Altane mit großartigem Ausblick auf die Donaulandschaft und die Westfassade der Stiftskirche.
Die Stiftskirche ist Abschluß und Höhepunkt des Rundganges. Künstler wie Jakob Prandtauer, Johann Michael Rottmayr, Paul Troger, Antonio Beduzzi, Lorenzo Mattielli und Peter Widerin haben mit vielen anderen hier ein Gesamtkunstwerk zur Verherrlichung Gottes geschaffen, das als Musterbeispiel des Barock unumstritten ist und das seinesgleichen sucht.
Für museumspädagogische Führungen für Schulklassen gibt es zwei speziell gestaltete Sonderräume. Hier wird mit Lichteffekten und beweglichen Elementen die Geschichte des Stiftes, der Benediktiner und besonders auch die Geschichte des hl. Koloman dargestellt.
Das Kloster im südlichen Wienerwald (ca. 30 km südwestlich von Wien) geht auf ein Geschenk des Babenberger Markgrafen Leopold III. an den Zisterzienserorden aus dem Jahre 1135 zurück. Sehenswert sind der imposante Kreuzgang; der Kapitelsaal mit den Grabmälern mehrerer Babenberger, und die barocke Dreifaltrigkeitssäule im inneren Stiftshof. Die Klosterkirche ist eines der bedeutendsten hochmittelalterlichen Kirchenabaukunstwerke Österreichs.
Hoch oberhalb des Ortskernes mit den biedermeierlichen Fassaden erhebt sich das Augustiner-Chorherrenstift Klosterneuburg, eine Gründung von Markgraf Leopold III. aus dem Jahre 1114. Sein Leichnam ruht in einem Silberschrein in der Halle des Kapitelsaales. Seit seiner Heiligsprechung im Jahre 1485 gilt er als Schutzpatron Niederösterreichs.
Im 19. Jh. bekam das romanische Stift – das bereits während des 17. und 18. Jh. barockisiert wurde – neugotische Türme. Jedoch konnten nur zwei davon vollendet werden. Schmuckstück des Stiftes ist der Verduner Altar mit seinen 45 kleinformatigen Emailarbeiten mit alttestamentarischen Motivenop.
Der Neusiedler See ist Mitteleuropas einziger Steppensee, flach wie eine Pfütze. Es ist auch Österreichs größter See (wenn auch ein Stückchen davon zu Ungarn gehört): 36 km lang und 7 bis 14 km breit - sofern man den kilometerbreiten Schilfgürtel mitrechnet, der sich fast um den ganzen See zieht. Nur bei Podersdorf findet man Sandstrand. Baden kann man allerdings auch bei Rust, Neusiedl und anderen Uferorten. Dort führen lange Holzstege ins Wasser.
Der See ist wirklich ungemein flach; an seiner tiefsten Stelle kann ein Zweimeter-Mann noch stehen. Quadratkilometerweit ist er kaum einen Meter tief. Daher kommt es, dass er sich im Sommer auf eine Badewannentemperatur von 30 Grad erwärmt. Und im Winter friert er oft völlig zu. Mitte des vergangenen Jahrhunderts war er für einige Jahre völlig ausgetrocknet. Der Wasserstand schwankt auch heute noch erheblich - ein Vorgang, den die Wissenschaft bisher nicht schlüssig erklären konnte.
Im See findet man zahllose wohlschmeckende Fische, die in den Gasthäusern am Ufer zu vorzüglichen Fischsuppen verarbeitet werden.
Zur Tier- und Pflanzenwelt, die sich im Schilfgürtel und in den Uferzonen eingenistet hat, zählen europäische Raritäten. Deshalb stehen viele Uferstücke unter Naturschutz. Ein noch bedeutenderes Naturschutzgebiet ist der schon erwähnte Seewinkel. Der umfasst mehrere Dutzend Teiche, Tümpel, Salzlaken und Seen inmitten der flachen Puszta. Seine "Lange Lacke" ist Österreichs berühmtestes Vogelschutzgebiet. Viele Pflanzen, die dort wachsen, sind für Mitteleuropa einmalig. Wer möchte, kann sich vorher im Seemuseum in Neusiedl informieren.
Die beschauliche burgenländische Landeshauptstadt Eisenstadt mit dem Schloss Esterházy sowie die Bergkirche. Vom ehemaligen jüdischen Ghetto „Unterberg“ sind noch das barocke Wertheimerhaus mit einem jüdischen Museum sowie der jüdische Friedhof zu sehen. Außerdem sehenswert: der nahe Steinbruch St. Margarethen mit seinem Freilichtmuseum österreichischer Gegenwarts-Bildhauerkunst.