Sehenswürdigkeiten auf einer Studienfahrt Mailand

Duomo di Santa Maria Nascente

1386 begann Gian Galeazzo Visconti mit dem Hauptbau der Basilika. Im Jahre 1500 wurde die Spitze der Kuppel fertiggestellt und von 1770 bis 1810 die beeindruckende Fassade. Grundmaterial des Baus ist der berühmte weiße Marmor. Alleinig für den Bau musste das Gestein eines ganzes Marmorsteingebirges vom Lago Maggiore auf Wasserwegen nach Mailand gebracht werden.
Mit einer gesamten Länge von 158 Metern, sowie einer Grundfläche von 11.700 Quadratmetern gehört der Mailänder Dom zum drittgrößten Gotteshaus des Abendlandes. Zu den beindruckenden Elementen des Doms gehört die reich verzierte Fassade, mit seinen vielen Monstern, Drachen und Teufelswesen, die als Wasserspeier dienen. Nach Beendigung der Bauarbeiten nutzte Napoleon den Dom zu seiner Krönung.
Die außergewöhnliche Dachterrasse hat Hermann Hesse als großen marmornen Garten bezeichnet. Insgesamt stehen 3.400 Statuen und Türmchen dort. Abgerundet wird das Gesamtbild mit seiner 4 Meter hohen Marienstatue auf der Vierung des Baus. Allein durch seine beeindruckende Größe ist der Mailänder Dom das Wahrzeichen der norditalienischen Metropole.

Teatro al Scala

Die Scala zählt zu den berühmten Opernhäusern der Welt. Jährlich am 07. Dezember wird die Opernsaison mit einem riesen Festakt eröffnet.
Den Namen al Scala verdankt dem Gebäude der Kirche Santa Maria della Scala. Im 14. Jahrhundert befand das kleine Kirchlein genau an diesem Platz. Mit Beschluss der Stadtbevölkerung, ein Opernhaus im Zentrum zu errichten, wurde die Kirche kurzer Hand abgerissen.
Am 03. August 1778, nach nur vier Jahren Bauzeit, wurde das neue Opernhaus prunkvoll eröffnet. Das alte Gebäude war abgebrannt. Die Finanzierung erfolgte über die Oberschicht, die sich so die Logenplätze sichern konnte.
Von außen erscheint das Gebäude recht schlicht. Beindruckend ist die innere Rote und Goldene Verkleidung. Die Logen erstrechen sich über 6 Etagen. Das Opernhaus fasst eine Kapazität von 2.800 Zuschauer.
Auch im 21. Jahrhundert gehört die Oper zu den Modernsten seiner Art. Mario Botta installierte die neueste Bühnentechnik. Dank seiner hervorragenden Akustik ist somit auch der Genuss für die Ohren gegeben.
Direkt neben dem Opernhaus, im Nebengebäude, befindet sich das Museum. Hier werden die Ausstellungstücke wie Büsten, alte Programmhefte sowie Entwürfe zu Bühnenbildern gezeigt. Mit etwas Glück kann man einen Blick in die Logen werfen oder die Proben des Orchesters live miterleben.

Galleria Emanuel Vittorio

Alleine aufgrund seines Gebäudes, ist die Luxus Einkaufspassage sehenswert. Die „Mutter aller Einkaufspassagen“ ist zeitlos schick und wird von den Mailänder liebevoll „Il Salotto“, der große Saal, genannt. Erbaut wurde das Gebäude im Jahre 1865 bis 1877 und liegt zwischen dem Domplatz und der Scala. Zur Besonderheit dieser Gallerie zählen zwei sich kreuzende Gebäude, welche von einem Glasdach überspannt werden. Am Schnittpunkt befindet ein kleiner Platz (47 Meter), der von einer Kuppel überragt wird. Die Kuppel ist mit allegorischen Darstellungen verziert, welche die Erdteile Afrika, Amerika, Asien und Europa darstellen. Der Fußboden ist mit Mosaiken der Wappen der königlichen Geschlechter der Savoyer, und den Stadtwappen von Rom, Florenz undTurin und Mailand bestückt. Die Portale an der Längsseite erinnern an Triumphbögen. Die Fassade ist im eklektizistischen Stil und reichlich mit Ornamenten, Ranken, Figuren und dekorativen Elementen, verziert. Im Blickfang stehen die zahlreichen und unterschiedlichen Edelboutiken, die von zahlreichen Besuchern von nah und fern bestaunt werden.

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