Sehenswürdigkeiten auf Ihrer Studienfahrt Rom

Die Stadt Rom

Klassenfahrt nach Rom

© Fototeca Enit

Studienfahrt Rom: Es gibt in der ganzen Welt keine Stadt, die eine solche Kulturtiefe in sich trägt wie Rom, ohne dabei nur eine Museumsstadt zu sein. In Rom steigt der Besucher im wahrsten Sinne des Wortes an vielen Stellen zweitausend Jahre in die Tiefe – und bleibt doch in der Gegenwart.
„Alle Straßen führen nach Rom“ – dieser Spruch hatte seine Wahrheit in den größten Epochen der Stadt, nicht nur verkehrstechnisch (noch heute gehen von Rom die wichtigsten Fernstraßen aus), sondern im übertragenen Sinn: Jeder Künstler, der sich durchsetzen wollte, musste nach Rom gehen, in den Mittelpunkt der Welt, wo noch heute auf dem Forum das „milliareum aureum“, der „goldene Meilenstein Nr.0“ und der „Nabel der Welt“ steht. Eine Studienfahrt Rom ist ein beeindruckendes Erlebnis.

Kapitol

Die Geschichte erzählt, dass Rom auf sieben Hügeln erbaut worden ist. Die wichtigsten sind dabei das Kapitol und der Palatin, da hier das einstige Zentrum in der Antike war. Von daher empfiehlt es sich einen Stadtrundgang an den Ursprüngen zu beginnen. Die Senkung zwischen diesen beiden Hügeln ist der heutige Kapitolsplatz. Seit Michelangelo mit der Aufgabe der Gestaltung des Platzes beauftragt wurde, hat sich das gesamte Bild gewandelt. Den Platz kann man heute über zwei Treppen an der Nordseite erreichen. Der etwas steilere Weg führt an der schmucklosen Seite der Kirche Santa Maria in Aracoeli vorbei und der flachere Weg, Cordonata, zum Kapitolsplatz. Dieser ist mit Pflastern in einer sternförmigen Anordnung ausgelegt und führt direkt zu dem Reitermonument des Kaisers Marc Aurel. Der Platz wird von dem Konservatorenpalast (Amtssitz der Städtischen Beamten) und dem Senatorenpalast gesäumt. Eine von Michelangelo angelegte Treppen-Brunnenanlage führt direkt in die Senke. Von dort hat man einen wunderbaren Ausblick auf das Forum Romanum.

Palatin

Laut der Legende wurde auf dem Palatin Rom gegründet. Es gibt aber Spuren, die auf eine frühere Besiedlung hinweißen. Ab dem 2. Jahrhundert vor Christus lebten hier vor allem die Reichen. Es wurden einige prachtvolle Paläste und Anlagen erbaut. Als Kaiser Augustus an die Macht kam, errichtete er dort sein Wohnhaus.

Kaiserforen

Die Kaiserforen entstanden als Erweiterung des Forum Romanums. Das Kaiserforum besteht aus vier Komplexen, die alle nach ihren Erbauern benannt wurden, Ceasar, Augustus, Nevra und Trajan. Zur damaligen Zeit wuchs die Stadt und nicht alle Menschen hatten genügend Wohnraum. Außerdem wurde der Wunsch nach einem besseren Aussehen laut. So begann unter der Herrschaft von Ceasar das neue Forum zu entstehen. Es grenzte direkt an das alte Stadtzentrum und wurde nach dem Vorbild der Griechen errichtet. Die nächste Erweiterung erfolgte unter Kaiser Augustus. Die dritte Erweiterung erfolgte unter Kaiser Nevra. Das Forum wurde nun durch den Friedenstempel, der die Schätze aus dem Judenkriegen beherbergte, erweitert. Der Kaiser ließ davor einen großen Platz anlegen. Der Komplex war damit eigentlich fertig. Doch Kaiser Trajan schuf dann noch die endgültige Verbindung mit dem alten Forum.

Piazza Venezia

Der Platz liegt geographisch gesehen genau in der Mitte Roms. Er gilt als wichtiger Knotenpunkt. Im Süden wird der Platz überragt vom Monument Vittoriano. Dieses Denkmal wurde zu Ehren des König Vittorio Emanuelle II gewidmet. Heute befindet sich dort das Museo del Risorgimento, das die Geschichte Italiens vom 18. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg zeigt. Am Nordende des Platzes beginnt die Via Flamia, welche direkt zum Piazza del Popolo führt. Ein Blickfang ist vor allem der Palazzo Venezia. Er wurde vom venezianischen Kardinal Pietro Barbo begonnen. Heute ist der Palast ein Museum.

Trevi-Brunnen

Trevi Brunnen Rom

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Der Trevi-Brunnen ist zweifellos der berühmteste der Welt. Mit dem Bau schufen sich die Barockpäpste ein letztes großes Denkmal. Das ewig fließende Wasser gilt als Sinnbild der Lebenskraft der Ewigen Stadt. Auch die Legende, dass man eine Münze ins Wasser werfen muss (mit dem Rücken zum Brunnen und der rechten Hand über die linke Schulter), um sicher nach Rom zurückzukehren, hält sich bis heute.

Piazza Barberini

Inmitten des tosenden Verkehrs steht auf der Piazza Barberini der herrliche Tritonenbrunnen von Bernini: der Meeresgott auf einer Muschel sitzend, getragen von 4 Delphinen.

Spanische Treppe

Spanische Treppe in Rom

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Es ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Roms und jedes Mal ein grandioser Anblick. Sie besteht aus dem Brunnen, den Obelisken und der zweitürmigen Kirche. Sie gilt als einer der prächtigsten Treppenanlagen der Spätgotik. Die Treppe wurde als feierlichen Aufstieg zu der Kirche Santissima Trintia dei Monti gebaut und von einem der damals bekannten französichen Architekten Etienne Gueffier entworfen. Daher müsste sie eigentlich französische Treppe heißen.

Piazza del Popolo

Für Reisende aus dem Norden ist er der erste Anlaufpunkt in Rom (damals auch für Goethe). Heute finden auf diesem Platz vor allem Veranstaltungen und Konzerte statt. Bei den meisten Besucher ist er auch als Flaniermeile bekannt. Sein Erscheinungsbild erhält er durch das Stadttor, Porta del Popolo, die Zwillingskirchen und den Obelisk (in der Mitte des Platzes angeordnet).

Piazza Navona

Vier-Flüsse-Brunnen

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Farbig und lebhaft präsentiert sich die Piazza Navona und ist noch heute der beliebteste Treffpunkt der Römer. Dieser ockerfarbene Platz ist zu jeder Tageszeit eine herrliche Bühne, tagsüber für gewiefte Händler und abends für Open-Air-Konzerte. Der Hauptanziehungspunkt ist die herrliche Fontana di Fiumi (Vierflüssebrunnen).

Petersplatz

Petersplatz

Petersplatz

Dieser Platz besteht aus zwei Teilen, ein Viereck vor der Kirche und ein Queroval darum. Der Platz wurde damals von Berini entworfen. Sein Erscheinungsbild erhält er durch die Kolonaden, die aus 140 in vier Reihen stehende Säulen tragen. Durch eine Täuschung der Säulen wird der Blick auf den viereckigen Platz vor der Peterskirche gelegt. Am Tag ist der Platz selbstverständlich mit lauter Touristen und Pilgern belegt, daher lohnt es sich in den Abendstunden die stille zu genießen

Petersdom

Der Petersdom ist das größte christliche Gotteshaus und zweifellos auch die berühmteste Kirche der Christenheit. Er wurde unter Kaiser Konstantin über dem Grab des Apostel Petrus errichtet. Seit 1506 mit dem Bau begonnen wurde, ist diese Kirche mehrmals um- und angebaut worden. Sie bietet Platz für 60 000 Menschen. Einen grandiosen Ausblick über den Vatikanstaat und über die Stadt erhält man von der Kuppel des Petersdoms.

Der Vatikanstaat

Vatikangarten

Vatikangarten

Der Vatikanische Staat, so groß wie ein kleines Gut, ist die letzte absolute Monarchie und der kleinste Staat, mit eigenen Münzen, Briefmarken und Post. Benedikt XVI gebietet über rund 1000 vatikanische Bürger, 3600 Angestellte, eine eigene Polizei, sowie 99 Soldaten der Schweizer Garde. Die vatikanischen Museen sind die größten der Welt. Mit ihrer ungeheuren Fülle von Kunstschätzen aus allen Epochen sind sie zu einer Art Kunst- und Wunderkammer der Päpste geworden.

Engelsburg

Engelsburg Rom

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Die Engelsburg, die ihren Namen einer Legende verdankt, gehört zu den eindrucksvollsten Bauwerken der Antike. Zunächst als Mausoleum erbaut, diente sie später als Festungsanlage. Durch einen überdachten Gang ist sie mit dem Vatikan verbunden. Heute beherbergt sie ein Museum.

Piazzale Garibaldi

Das Standbild, das dort zu finden ist, ist dem Freiheitskämpfer Garibaldi gewidmet. Die Statue so scheint es, zeigt auf den Vatikan. Auf dem Hügel hat man eine sehr schöne Aussicht auf Rom. Genau um 12:00 Uhr Mittagszeit wird ein Kanonenschuss abgefeuert, so dass sich die anderen Kirchen danach richten können.

Colosseum

Colosseum

Colosseum

Das Colosseum ist das Symbol der Stadt Rom. Der massive, ellipsenförmige Bau war einst die prächtigste Sportarena in der Antike. Mit diesem wollten die Kaiser den Wunsch der Römer nach Unterhaltung und Vergnügungen durch Zirkusspiele erfüllen. Der gut erhaltene Baukörper zeigt eindrucksvoll die ursprüngliche Form, jedoch auch die Leiden der Geschichte: Brände, Erdbeben, Vernachlässigung, Umbau in eine Festung, Verwendung der Schmuck-, Marmor-, Travertin- und Ziegelsteine für römische Paläste und Gefährdung durch den Verkehr. Das Colosseum bot rund 50 000 Menschen Platz: im ersten Stock dem kaiserlichen Hof und den Staatsbeamten, im zweiten den vornehmen Familien, im dritten und vierten dem gemeinen Volk. Da der Fußboden der Arena eingestürzt ist, sind die Mauern der Umkleidekabinen und Trainingsräume für die Gladiatoren, Käfige für die wilden Tiere und Magazinsäle gut sichtbar.

Forum Romanum

Forum Romanum

Forum Romanum

Das Forum Romanum ist die größte heute noch erhaltene Ansammlung von Bauwerken des antiken Rom. Erbaut wurde das Forum zwischen der Talsenke des 3. Stadthügels durch den bekannten Etrusker König Tarquinius. Es diente einst als Marktplatz, Gerichtsstand, religiöser Mittelpunkt und Triumphstraße. Es war ein Symbol für Macht und Reichtum der Stadt.

Villa Borghese

Villa Borghese Rom

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Sie besteht aus einer großen Parkanlage und einem Kunstmuseum. Die Anlage entstand unter Kardinal Scipione Cafferlli-Borghese im 17. Jahrhundert. Erst 1901 kaufte der Staat die Anlage und schenkte sie der Stadt Rom. Seit dem ist sie für die Öffentlichkeit zugängig. Die Parkanlage ist sehr großzügig angelegt und viele Straßen, schöne Brunnen (elliptische Fontana Rontonda) und Denkmäler wie von Goethe sind dort zu finden. Für Kunstliebhaber ist die Galleria Borghese auf alle Fälle interessant. Dort kann man unter anderem Kunstwerke von Italienischen Künstlern aus dem 19 oder 20. Jahrhundert finden, aber auch die Werke von Van Gogh oder Monet sind ausgestellt.

Casa di Goethe

Das Haus liegt in der Via del Corso Nr. 18. Dort hatte sich ein Freund, der Maler Wilhelm Tischbein, eine Wohnung genommen. Dieser Maler hatte durch Wolfgang Goethe ein Stipendium in Rom erhalten. Die beiden Herren lebten in diesem Appartement gut 2 Jahre zusammen. Heute erhält man einen Einblick in das Leben und es gibt verschiedene Wechselausstellungen.

Studienfahrt Rom Villa Medici

Erbaut wurde die Villa von Nanni di Baccio Bigio im Stil der römischen Landsitze. Zur Straßenseite hin erscheint die Villa schmucklos und festungsartig, aber zur Gartenseite hin ist sie reich verziert. Den Palazzo kaufte die Familie Medici (Toskana). 1666 übernahm der französische König Ludwig XIV die Villa als Akademie. Sie wurde für französische Künstler und Musiker als Stipendiaten zur Verfügung gestellt.

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