Sehenswürdigkeiten auf einer Studienfahrt nach Danzig

Die 1000-jährige Hansestadt ist auch heute noch die Hauptstadt am Meer und Polens Tor zur Welt. Mit dem Seebad Sopot und dem Hafenort Gdynia ist Danzig (Gdansk) zur Dreistadt (Trójmiasto) verschmolzen. Mit der Bombardierung der Westerplatte am 1. September 1939 begann der 2. Weltkrieg. Dieser Krieg zerstörte Danzig fast völlig, doch es gelang das „Wunder“ des Wiederaufbaus. So besticht heute die Altstadt mit ihren Prachtbauten. Die Arbeitergewerkschaft „Solidarnosc“ startete hier ihre Protestbewegung gegen das kommunistische Regime.

Lange Gasse und langer Markt

Die schönsten Straßen der Stadt sind Lange Gasse und Langer Markt. Hier wohnten einst die wohlhabendsten Bürger der Stadt. Hier trifft man auf typische Danziger Häuser mit schmalen Fassaden mit Giebeln oder Attikas. Der Neptunbrunnen (1633) mit dem Meeresgott Neptun am Langen Markt ist Symbol der alten Seemacht Danzig. Hier trifft sich vor allem die Jugend der Stadt.

Artushof

Der in der Nordwestecke des Langen Marktes befindliche Prachtbau aus dem 15. Jh. war einst Treffpunkt wohlhabender Danziger Kaufleute. Der größte Kachelofen Europas (10,5 m Höhe, 520 Zierkacheln) kann hier bewundert werden.

Rathaus

Danzig Klassenfahrten

© Poln. Fremdenverkehrsamt

Das im gotischen Stil erbaute Backsteinhaus stammt aus dem 14. Jh. Die prachtvollen Räume spiegeln die Glanzzeit der Stadt wieder. Der Rote Saal mit seinen kostbaren Fresken und Deckenmalereien stellen das Leben der einstigen Kaufleute dar. Die Zerstörung und den Aufbau der Stadt dokumentiert eine Fotoausstellung. Vom Turm bietet sich ein schöner Blick auf die Stadt.

Marienkirche

Mit 105 m Länge und Platz bietend für 20 000 Besucher, zählt die Marienkirche zu einem der größten Gotteshäusern Europas. Im 2. Weltkrieg wurde sie leider fast völlig zerstört. Doch auch nach dem Wiederaufbau besticht sie durch reiche Netz- und Kristallgewölbe. Die 30 riesigen Fenster lassen viel Licht in den Innenraum.

Krantor an der Mottlau

Studienfahrt nach Danzig

© Poln. Fremdenverkehrsamt

Das Krantor ist ein Holzbau aus dem 15. Jh. und Wahrzeichen der Stadt. In seinem Inneren befand sich ein riesiges Holzrad, das zum Umladen und setzten von Schiffsmasten diente. Heute beherbergt es eine Abteilung des Zentralen Meeresmuseums.

Goldenes Patrizierhaus

Es ist eines der schönsten Gebäude Danzigs (aus dem Jahr 1618) und befindet sich rechts neben dem Artushof. Seinen Ruhm verdankt es seiner prunkvollen Fassade: Vergoldete Reliefs mit Szenen aus der Mythologie.

Frauengasse

Sie ist eine der schönsten Straßen der Stadt und ein prächtiges Beispiel für alte Baukunst Danzigs mit „Beischlägen“ und schmalen, reich verzierten Fassaden der Bürgerhäuser, die einst den reichen Kaufleuten und Goldschmieden gehörten. Heute ist sie Flaniermeile mit Juwelierläden, Kunstgalerien und Cafés.

Denkmal der gefallenen Werftarbeiter

Auf dem Gelände der Danziger Werft dokumentiert die Ausstellung „Wege zur Freiheit“ die Geschichte der Gewerkschaft Solidarnosc. Ihre 21 aufgestellten Forderungen wurden von der UNESCO in die Liste des Weltdokumentenerbes aufgenommen. Am Toreingang erinnern drei monumentale Kreuze an die 1970 bei einer Demonstration erschossenen Arbeiter.

Hohes Tor

Es ist das Haupteingangstor zur Rechtstadt mit Stockturm und Folterkammer. Direkt im Anschluss daran befindet sich das Goldene Tor, ein barockes Bauwerk aus dem 17. Jh. mit Allegorien von Tugend und Tüchtigkeit.

Oliwa

Der Villenvorort wird geprägt von seiner Kathedrale aus dem Jahre 1200. Der wundervolle Klang der Orgel (18. Jh.) mit ihren hübschen Schnitzfiguren Engel, Sonne und Sterne, die sich im Rhythmus der Orgeltöne bewegen.

Wrzeszcz (Langfuhr)

Hier in diesem quirligen Stadtteil lebt ein Großteil der Studenten der Stadt und hier gibt es auch die meisten Einkaufsgeschäfte. Ein Rundgang führt aus dem Trubel heraus und sucht Orte des berühmten Nobelpreisträger Günter Grass auf, der in der ul. Lelewela 13 geboren worden ist.

Nationalmuseum

Die interessantesten Kunstsammlungen Polens sind in einem ehem. Franziskanerkloster untergebracht.

 

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