Ausflugsziele an der polnischen Ostsee

Insel Wolin (Polnische Ostseeküste)

Abschlussfahrt polnische Ostsee

© Its Poland

Die Insel Wolin ist die direkte östliche Nachbarin Usedoms und ist nur ca. 95 km von Stettin und etwa 240 km von Berlin entfernt.
Kilometerlange Strände und das wunderbare grüne Hinterland zeichnen Wolin aus. Sein sehenswerter Nationalpark umfasst etwa ein fünftel der gesamten Inselfläche und reicht von der Steilküste bei Miedzyzdroje / Misdroy bis zum Oderhaff. Die Moränenlandschaft ist weitgehend mit Buchenwald besetzt und bietet interessante Wanderwege. Besondere Attraktion ist das Wisentreservat. Die mächtigen Wildrinder können zu bestimmten Zeiten an ihrem Futterplatz beobachtet werden. Ein besonderes Kleinod ist der nach der Farbe des Wassers benannte Türkissee bei Wapnica / Kalkofen.
Eine weitere Attraktion ist der Amber Baltic Golfclub bei Kolczewo, der älteste Club in Polen. Auf der 18-Loch-Anlage werden internationale Turniere ausgetragen.
Dank des milden Reizklimas der Ostsee und die jodhaltige Seeluft ist die Insel Wolin mit ihrem berühmten Mikroklima (recht trocken und sehr sonnenreich) ein hervorragendes Reiseziel für alle naturliebenden und gesundheitsbewussten Gäste.

Orte auf der Insel Wolin

Misdroy (Miedzydroje)

Der wichtigste Ferienort (6000 Einwohner) auf der Insel Wollin bietet sehr schöne, breite Sandstrände. Schon seit 1850 entwickelte sich das Fischerdorf zum mondänen Kurbad. Für die internationalen Gäste gibt es ein sehr gutes Übernachtungsangebot – vom preiswerten Privatzimmer bis zum modernen 4-Sterne-Hotel. Der Ort bietet viele Freizeit- und Sportmöglichkeiten. In der ul. Niepodleglosci 3 befindet sich das Museum des Wolliner Nationalparks. Jedes Jahr im Juli findet ein großes Filmfestival im Ort statt. Daran erinnert auch die Promenada Gwiazd, die Promenade der Stars mit Handabdrücken berühmter Schauspieler und Regisseure. Im Sommer 2004 wurde die Seebrücke erweitert, seither gibt es einen regelmäßigen Ausflugsverkehr zum deutschen Seebad Heringsdorf auf Usedom.

Dievenow (Dziwnow)

Hier verbindet eine Klappbrücke die Insel Wollin mit dem Festland. Der Ort an der Mündung der Dziwna bietet kilometerlange Sandstrände. Die ehemalige Fischersiedlung entwickelte sich zu einem pulsierenden Ferienzentrum.

Wolin

Ein beschaulicher Ort an der Südspitze der gleichnamigen Insel mit einer großen Geschichte. Wolin ist eine der ältesten slawischen Städte und für seinen unermesslichen Reichtum im frühen Mittelalter berühmt. Hier vermutet man das legendäre Vineta, das einst untergegangen ist. Das Regionalmuseum in der ul. Zamkowa 24 informiert über die Geschichte der Stadt. Erst vor wenigen Jahren wurde die im Krieg zerstörte gotische Nikolaikirche wieder aufgebaut. Im Sommer findet in Wolin ein originelles Wikingerfest statt.

Nationalparks

Slowinski-Nationalpark

Berühmt ist der Nationalpark wegen seiner einzigartigen Wanderdünen. Entstanden sind sie aus dem Sand, der vor mehreren 1000 Jahren an Land gespült wurde. Jahr für Jahr bewegen sie sich um etwa zehn Meter vorwärts. Die Dünenlandschaft ist Teil des Slowinski Nationalparks, der als Biosphärenreservat unter dem Schutz der UNESCO steht. Wichtigste Ferienorte an beiden Enden des Nationalparks sind Rowy im Westen und Leba im Osten.

Wolin Nationalpark (Wolinski Park Narodowy)

Neben seinen weiten Sandstränden ist auch der Nationalpark auf der Insel Wolin ein Naturerlebnis besonderer Art. Dieser erstreckt sich von der Steilküste bei Miedzyzdroje (Misreoy) bis zum Oder Haff. Ein schöner, rot markierter Wanderweg (12 km) führt hier entlang. Eine kürzere Route (grün markiert, 1 km) geht durch den Wald vom Parkeingang zum Wisentreservat. Hier kann der Besucher die Tiere der Insel beobachten.

Kolberg (Kolobrzeg)

Die Stadt ist ein renommierter Kurort und liegt an der Mündung des Flusses Parseta (Persante), der hier ins Baltische Meer fließt. In Kolberg gibt es heilkräftige Solquellen, weite Strände, schöne Parkanlagen, eine Altstadt, die nach dem Krieg rekonstruiert wurde, und einen bedeutenden Hafen. Vom Leuchtturm Latarnia Morska an der Hafeneinfahrt erhält man einen schönen Rundblick über das Meer und die Umgebung. Der Mittelpunkt der Altstadt bildet der sehenswerte Mariendom Bazylika Wniebowziecia NMP.
verläuft vom Parkeingang durch den Wald zum eingezäunten Wisentreservat. Hier kann der Besucher von einer Plattform aus zu bestimmten Tageszeiten die bis zu 1000 kg schweren Wildrinder beobachten, die einst in den Wäldern der Insel lebten.

Swinemünde (Swinoujscie)

Der größte Teil von Swinemünde liegt auf der Insel Usedom, der kleinere auf der Insel Wollin, dazwischen verläuft der Fluss Swina, ein Mündungsarm der Oder. Zwischen den beiden Städten verkehren Fähren.
Swinemünde ist ein beliebter Badeort, des breiten feinsandigen Strandes wegen. Auch der Grenzmarkt in der Ul. Wojska Polskiego ist sehr gefragt. Der Hafen, der viertgrößte des Landes, ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Mit der Entdeckung von heilkräftigen Mineralquellen 1897 wurde es zu Kurstadt. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Stawa Mlyny, ein Leuchtturm mit angedeuteten Windmühlenflügeln. Weiter südlich erheben sich zwei Festungen: Zachodni Fort (Engelsburg) diesseits, und Fort Gerharda (Fort Gerhard) am Wolliner Ufer. Beide wurden im 19. Jh zum Schutz des Hafens errichtet.

Hafenstadt Stettin (Szczecin)

Die Stadt liegt an der Mündung, wo die Oder (über das Stettiner Haff) in die Ostsee mündet. Schon seit Jahrhunderten kreuzen sich hier wichtige Transitwege Europas: von Ost nach West, sowie vom Norden, über die Ostsee, in den Süden des Kontinents.
Eine Stadt mit über tausendjähriger Tradition und wechselvoller Geschichte. Es ist die historische Hauptstadt Pommerns. Sie ist Polens wichtigster Hafen und die Stettiner Schiffswerft AG gehört zu den führenden Betrieben der Welt. Das Stettiner Schloß (Zamek Ksiazat Pomorskich) ist das Wahrzeichen der Stadt. Vom Turm hat man einen schönen Rundblick. Ebenfalls einen schönen Ausblick auf Oder und Hafen bietet die Hakenterrasse (Waly Chrobrego).

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