Sehenswürdigkeiten auf einer Klassenfahrt nach Warschau

Die boomende Hauptstadt Polens besticht durch ihre Lebendigkeit, ihren Elan und ihre Risikobereitschaft. Hier können Schüler Deutsch – Polnische Geschichte auf Studienfahrten und Klassenfahrten. Sie ist Zentrum in der Politik, der Kultur, der Wirtschaft und der Wissenschaft und beherbergt mehrere große Universitäten. Hier wird die wechselvolle Geschichte des Landes gegenwärtig. 84 % seiner Bausubstanz lagen nach dem 2. Weltkrieg in Schutt und Asche. Mit einem enormen Aufwand wurde die Stadt saniert und zu dem gemacht, was sie heute darstellt: Eine quicklebendige Stadt am Puls der Zeit!

Altstadt

Nach den heftigen Kriegszerstörungen wurde keine Mühe gescheut, um die Altstadt fast originalgetreu wieder aufzubauen – selbst das Kopfsteinpflaster wurde nachgebildet. Die UNESCO nahm dies zum Anlass, Warschaus Altstadt zum Weltkulturerbe zu erklären. Ein Bummel durch die Gassen der Altstadt und über den Markt darf aus diesem Grund bei keiner Klassenfahrt fehlen!

Marktplatz

Der altstädtische Marktplatz, Kern der Altstadt, ist zu jeder Jahreszeit von einem bunten Treiben erfüllt. Mit den Barockfassaden seiner Bürgerhäuser bietet er eine schöne Kulisse z. B. für eine Rundfahrt mit einer Pferdekutsche. Einen Besuch wert ist das Historische Museum, direkt am Marktplatz. Es veranschaulicht die Geschichte der Stadt von ihrem Anbeginn bis zur Gegenwart. Im Museumskino wird ein tief bewegter Film über die Zerstörung und den Wiederaufbau von Warschau gezeigt.

Kirchen der Altstadt

Sie sind wahre Schatzkammern sakraler Kunst. Besonders zu erwähnen verdient die Erzbischofskathedrale, deren Geschichte ins 14. Jahrhundert zurückreicht. Sie ist Krönungskirche und in ihren Krypten ruhen die Masowischen Herzöge, Bischöfe, der letzte polnische König Stanislaus II. August sowie verdiente polnische Staatsbürger.

Schlossplatz mit Königsschloss

Dieser Teil gehört zum Wiederaufgebauten Altstadtensembles und wurde aufgrund ihrer nach dem Krieg beispiellosen Rekonstruktion in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes eingetragen. Eine Besichtigung der Schlossanlagen ist lohnenswert. Auf dem Schlossplatz thront die Sigismundsäule – das älteste (errichtet 1644) weltliche Denkmal Warschaus.

Königsweg

Ein Ausflug, der in kurzer Zeit die Geschichte einer faszinierenden Stadt erleuchtet. Die Route beeindruckt durch die Atmosphäre ihrer Paläste, Kirchen, Bürgerhäuser, Regierungsgebäude und nicht zuletzt durch das herrliche Grün der historischen Parkanlagen. Es geht vom Königschloss über die Anlagen im Lazienki-Park bis zum Palast-Ensemble im südl. Stadtteil Wilanów.

Warschaus Flanierstraße

Die Krakowskie Przedmiescie-Straße sollte man unbedingt einmal entlang spazieren. Unterwegs laden die Kirche der heiligen Anna, des heiligen Joseph, der Visitantinnen und des Heiligen Kreuzes zu einem Besuch ein.

Friedhöfe

In Warschau konzentrieren sich die Ruhestätten von fünf Konfessionen (entlang der großen ul. Okopowa) im Norden der Stadt. Hier befinden sich der Friedhof Powšzki, eine der ältesten und größten Nekropolen Europas (gegründet 1792) und der Jüdische Friedhof, sowie viele andere Erinnerungsorte und Spuren des Kulturerbes der Juden, die früher zahlreich in Warschau gelebt haben. Auf Powšzki liegen Persönlichkeiten wie der Nobelpreisträger Wladyslaw Reymont, die Schriftstellerin Maria Dabrowska oder die Eltern von Chopin. Der Kommunale Friedhof (Eingang ebenfalls ul. Powazkowska) birgt die Opfer erfolglosen Widerstands. Von hier führt der Weg auf das Gelände des ehemaligen Ghettos zu Stätten, die den Leidensweg der jüdischen Bevölkerung dokumentieren: zum so genannten Umschlagplatz, dem Denkmal der Ghettohelden und zu einem erhalten gebliebenen Fragment der Ghettomauer (Sienna-Straße 55).

Grabstätte des Priesters Jerzy Popieluszko

An der Stanislaw-Kostka-Kirche im Stadtteil Zoliborz befindet sich die Grabstätte des Priesters Jerzy Popieluszko. Sie wurde zum Wallfahrtsort für Gläubige aus ganz Polen. Der Priester wurde im Oktober 1984 von Beamten des kommunistischen Sicherheitsdienstes ermordet. Die kleine Ausstellung hinter dem Altar vermittelt einen Hauch der Besonderheit des nationalpolnischen Katholizismus.

Denkmal des Warschauer Aufstands

Das Denkmal in der Krasinski-Straße erinnert an den Widerstand gegen die deutsche Besatzung von 1944, der 200.000 Bewohnern das Leben kostete. Es zeigt überlebensgroße, in Eisen gegossene Männer und Frauen, die der Kanalisation entsteigen und sich zum Angriff bereit machen.

Palast der Kultur und Wissenschaft

Mit 234,5 m erhebt sich der Palast über der Stadt und ist das höchste Gebäude im Lande. Er wurde in den fünfziger Jahren als Geschenk der Sowjetunion mitten in Warschau erbaut und ist sehr umstritten. In seinem Innern beherbergt es u. a. wissenschaftliche und wirtschaftliche Einrichtungen, Museen, Theater und ein Kino. Vom 30. Stockwerk aus bietet sich dem Besucher ein herrlicher Rundblick.

 

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