Sehenswertes auf Schülerreisen an den Plattensee

Der Balaton liegt ca. 100 km südwestlich der Landeshauptstadt. Er ist die bedeutendste Ferienregion Ungarns und mit einer Fläche von 598 qkm der größte Binnensee Mitteleuropas. Von Südwesten nach Nordosten erstreckt sich der See über 75 km Länge, seine schmalste Stelle befindet sich mit 1500m bei der Halbinsel Tihany, die breiteste beträgt ca. 14 km.
Mit seinen zahlreichen Bade- und Freizeitmöglichkeiten, Naturschönheiten und Sehenswürdigkeiten im Hinterland zieht das „Ungarische Meer“ viele Besucher an.
Der Balaton wird im Südwesten vom Fluß Zala und im Norden von einem kristallklaren Bach gespeist. Überflüssiges Wasser fließt durch den Sió-Kanal ab. Das Wasser des Sees kann sich folglich innerhalb von zwei Jahren austauschen. Der Seeboden besteht besonders am flacheren Südufer aus weichem Sand, das Wasser erwärmt sich recht schnell und übersteigt oft sogar am Morgen und Abend die Lufttemperatur.

Das Südufer

Siófok

Sie ist nicht nur die größte sondern auch die beliebteste Stadt am Südufer. Allein einen 17 km langen Strand hat Siófok zu bieten. In den Sommermonaten herrscht hier ein buntes Treiben. Den modernen Hafen der Stadt laufen nahezu alle Linienschiffe des Sees an.
Erwähnenswert ist die Ev.-luth. Kirche, eine im Jahre 1990 zum Großteil aus finnischem Holz erbaute, außergewöhnliche Kirche des Architekten Imre Makovencz – Begründer der neuen ungarischen Architektur. Wahrzeichen der Stadt ist der 1912 errichtete 45 m hohe Wasserturm. Im Beszédés-József-Múzeum erfährt der Besucher alles über die Geologie des Balaton und die Anfänge der Balaton-Schifffahrt.

Fonyód

Der Ort schließt fast nahtlos an Balatonboglár an. Auf dem Várhegy (Burgberg) stößt man nicht nur auf die Überreste einer Wallburg, sondern darf auch eine wunderbare Aussicht auf das Nordufer genießen. Die Sonnenuntergänge von hier zählen zu den schönsten am ganzen See.
Fonyód ist sowohl Eisenbahnknotenpunkt als auch zweitgrößter Fährhafen, auch eine schnaufende Schmalspurbahn beherbergt der Ort.

Balatonboglár

Mit dem Ort Balatonlelle sind diese beiden Orte zu einem 12 km langen Feriendomizil zusammengewachsen. Die schattige Uferpromenade bietet Möglichkeiten zum Spazierengehen, Baden und Sport betreiben.
Balatonboglár ist jedoch der bekanntere Ort, wegen seiner gepflegten Weinplantagen (ca. 3500 ha). Seit 1987 ist er internationale Stadt der Trauben und des Weines. Hierzu gibt es im unweit entfernten Schloss Szölösrislak ein interessantes Weinkundemuseum. Sehenswert sind außerdem die moderne Pfarrkirche des Ortes und der kugelförmige Aussichtsturm auf dem Burghügel, der eine herrliche Aussicht bietet.

Balatonlelle

Das Zentrum des Ortes bildet der St. Stefans Platz mit seinem großen Brunnen. Im Sommer wird er von vielen Musikern belagert, viele Geschäfte und Restaurants säumen ihn. Sehenswert ist die röm.-kath. Kirche aus rotem Sandstein erbaut. Diese verfügt über eine bemerkenswerte Orgel. Im klassizistischen Schloss der Familie Szalay in der Stadtmitte finden viele Kunstausstellungen statt. Im Schlosspark gibt es eine Freilichtbühne für 12.000 Besucher.

Balatonföldvár

Der moderne Badeort liegt am Hang eines kleinen Berges und zählt zu einem der schönsten Orte am Balaton. Eine ganze Reihe schöne und altehrwürdige Villen säumen die Uferpromenade. Vom Badestrand hat man außerdem einen beeindruckenden Ausblick auf das Nordufer mit der Halbinsel Tihany.

Zamárdi

Hier findet man ein 3 km langes Ufer und stößt immer wieder auf ruhige, schilfbewachsene Buchten. Von hier verkehrt eine Autofähre zur Halbinsel Tihany. Besonders schön ist auch die Gegend um Zamárdi.

Das Nordufer

Tihany

Weit über 5 km ragt die Halbinsel Tihany in den Balaton hinein und bietet von weither einen wunderschönen Anblick. Dieser am stärksten besuchte Ort am See verdankt seine Anziehungskraft seiner begünstigten Lage. Durch die windstille, sonnige Lage blühen hier zu fast jeder Jahreszeit üppige Blumen, Sträucher und Bäume. Darauf thront die weithin sichtbare Abteikirche mit ihrem Doppelturm, die ein unbedingtes Muss ist für Liebhaber der Kirchenkunst, Architektur und Natur.

Balatonalmádi

Der populäre Badeort verfügt über den größten und schönsten Strandabschnitt am Nordufer, auch Balatoner Riviera genannt. Besonders reizvoll ist die Gegend im Frühjahr bei der Blüte der Mandel- und Obstbäume. Hier reifen auch die Trauben für die feurigen Weine.
Ein 6 km langer geologischer und botanischer Lehrpfad Vörös Homokkö (Roter Sandstein) führt vom Rathausplatz am Aussichtspunkt von Óvári vorbei. An der Promenade ist eine Reihe von Statuen ungarischer Persönlichkeiten aus Kultur und Politik zu sehen.

Balatonfüred

Bereits im Jahre 1772 erlangte Füred den Status eines Heilbades und entwickelte sich zu einem prominenten Kur- und Erholungsort. Die kohlensäurehaltigen Quellen verschaffen Linderung bei Herz-Kreislauferkrankungen sowie bei Leber- und Darmleiden. Auch heute noch ist es ein prachtvoller Badeort mit seinem eigenen Flair, umgeben von den Bergen im Norden und dem See im Süden. Zahlreiche Denkmäler stammen aus der Zeit, als sich hier Künstler und Politiker trafen.
Im Horváth Haus wurde 1825 der erste Annaball veranstaltet. Im Mór-Jókai-Haus findet man eine Ausstellung über den großen Märchenerzähler. Als Ausflugsziele sind das Koloska-Tal mit der Koloska-Quelle und der Jókai-Aussichtsturm zu empfehlen.

 

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