Dauerausstellung „Mythos Germania – Vision und Verbrechen“

Berliner Unterwelten - Mythos Germania - Holger Happel

Berliner Unterwelten – Mythos Germania – Holger Happel

Der Verein „Der Berliner Unterwelten“ informiert seit April anlässlich des 70. Jahrestages des Kriegsendes 1945 in einer Dauerausstellung „Mythos Germania – Vision und Verbrechen“ über die Vorhaben von Albert Speer, Berlin nach Kriegsende zur „Welthauptstadt Germania“ umzubauen.
Schulklassen können sich unter anderem anhand des Modells des Flakturm Humboldthain im Maßstab 1:35 über die NS-Planungen in Friedenszeit ein näheres Bild über die gigantischen Stadtplanungen der Nationalsozialisten machen. Der von Deutschland 1939 begonnenen Zweite Weltkrieg verzögerte den radikalen Umbau Berlins zur „Welthauptstadt Germania“. Albert Speer plante nun für die Zeit nach dem propagierten „Endsieg“. Ein Frieden im Sinne der Nationalsoziallisten hätte die Möglichkeit eröffnet, die besetzten Länder auch für den Bau von „Germania“ auszubeuten. Zunächst aber bewirkten britische Luftangriffe die Errichtung bis dahin ungeplanter Monumentalbauten: Die riesigen Flaktürme prägten ab 1941 das Stadtbild von Berlin. Um die riesigen Betonfestungen ästhetisch in seine „Germania“-Planungen integrieren zu können, ließ Speer mitten im Krieg repräsentative Steinfassaden entwerfen, die teilweise errichtet wurden. Die Berliner Unterwelten e.V. hat aktuell eine Reihe von damals vorproduzierten Reliefsteinen wiederentdeckt. Schüler können sich auf die „Spur der Steine“ begeben und die außergewöhnliche Geschichte der Flakturm-Fassaden erkunden.

Quelle: berliner-unterwelten.de

Den Besuch der Ausstellung können Sie im Rahmen einer Klassenfahrt nach Berlin als Programmpunkt wählen.

Stefan Schuster

Stefan Schuster

Geschäftsführer und Gründer der Schuster-Reisen GmbH.
War selbst jahrelang direkt in den einzelnen Reisezielen vor Ort.

Kommentare sind geschlossen