Legende über die Prager Karlsbrücke

Prag: Karlsbrrücke

Prag: Karlsbrrücke

Bei einem Besuch der tschechischen Hauptstadt darf auch ein Gang über die berühmte Prager Karlsbrücke nicht fehlen. Sie verbindet die Altstadt mit der Kleinseite und ist ein Wahrzeichen der Stadt. Die Brücke ist für den Verkehr gesperrt und tagsüber bevölkert von Menschen und zahlreichen Souvenirhändlern und Künstler. Verschiedene Legenden wie diese ranken sich um dieses geschichtsträchtige Bauwerk:

Der Bauherr der Karlsbrücke wollte die Brücke massiv und solide erbauen. Jeden Tag passierte jedoch ein anderer Unfall. Deshalb suchte er nach fachkundiger Hilfe, die er eines Tages auch fand. Es war ein junger, aber sehr begabter Bauer aus Südböhmen. Er begann einzelne Pfeiler mit dem Gewölbe zu verbinden. Der Teufel wollte jedoch den Bau der Brücke verhindern, deshalb zerstörte er in der Nacht immer wieder einen Teil der Brücke. Der junge Bauer kam dem Teufel auf die Schliche und vereinbarte einen Pakt mit ihm. Er sollte die Seele des Menschen bekommen, der als erster über die vollendete Brücke geht. Nun verging die Zeit wie im Fluge und die Brücke konnte schnell fertig gebaut werden, ohne dass es Schwierigkeiten oder Verhinderungen gab. Dann kam der Tag der Einweihung und der Bauer ließ Wachen aufstellen, damit keiner die Brücke betreten würde. Er packte einen Hahn, steckte ihn in einen Korb und versteckte ihn in dem Turm vor der Brücke. Aber der Teufel erkannte die List. Er verkleidete sich als Mauergeselle und ging zu der Ehefrau des Bauherren. Der Teufel erzählte der Frau, dass ihr Mann einen schlimmen Unfall gehabt hätte. Als sie davon hörte, lief sie schnell zur Brücke, um ihren Mann zu suchen. Da sie die Frau des Bauherren war, wagten die Wachen es nicht, sie zu stoppen. Der Bauer ließ zwar den Hahn noch los, aber es war leider schon zu spät. Die Frau war spurlos verschwunden. Seit dieser Zeit irrte die Seele der Frau jammernd und klagend umher und jeder Fußgänger, der das hörte, war vor Angst geflohen. Eines Abends jedoch ging ein Landbewohner über die Brücke und hörte ihr Wehklagen. Er sagte zu ihr: „Möge Gott dich zu sich nehmen und du bei Ihm deine ewige Ruhe finden.“ Kaum hatte er die Worte ausgesprochen, erhob sich die Seele der Frau und fand Einlass und ewigen Frieden im Himmel.

Stefan Schuster

Stefan Schuster

Geschäftsführer und Gründer der Schuster-Reisen GmbH.
War selbst jahrelang direkt in den einzelnen Reisezielen vor Ort.

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